Stadtentwicklung

Make Neckarvorland Great Again!

Die Belebung des Neckarvorlandes stand Mitte Februar auf dem Programm des Quartierforums in Neckarstadt-West.

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Nach der Begrüßung durch Quartiermanager Gabriel Höfle und kurzen einleitenden Worten durch Mitglieder der Stadtteilnetzwerke wurde der gut gefüllte Saal des Bürgerhauses in drei thematische Gruppen aufgeteilt: Verweilen, Kreative und Sport. Nachdem sich die Gruppen verteilt hatten, konnte das Ideensammeln losgehen.

Relativ schnell stellte sich heraus, dass viele der Ideen schon seit Jahren im Raum stehen, aber an der Verwirklichung hapert es bis heute. Es wurde also auch viel über die Probleme diskutiert, die der Belebung der Neckarwiese entgegen stehen. Eine einzige Toilette am Alten Bahnhof für den kompletten Uferbereich bis zur Jungbuschbrücke sei zu wenig, hieß es. Da die Neckarwiese südlich der Bäume läge, bräuchte es Schattenspender und neben einem geschützten Liegebereich mit hochwasserfesten Sitzgelegenheiten auch einen ausgewiesenen Hundeplatz und verbindliche Grillplätze. Auch das Thema Sauberkeit kam natürlich wie so oft zur Sprache.

Die Kreativen präsentierten ihre Vorschläge auch mit mitgebrachten Beispielen aus anderen Städten | Foto: M. Schülke
Die Kreativen präsentierten ihre Vorschläge auch mit mitgebrachten Beispielen aus anderen Städten | Foto: M. Schülke

An allen Tischen wurde sich mehr und bessere Beleuchtung am Ufer gewünscht. Überhaupt sei Strom vor Ort eine wichtige Sache, auch für die Kreativen. Initiativen in diese Richtung seien aber von der Verwaltung schon in der Vergangenheit abgeschmettert worden. Eine mobile Plattform in Gestalt eines Bauwagens wurde erneut ins Gespräch gebracht. Dort könnten z.B. Bühnenelemente für Konzerte, Theater- oder Tanzveranstaltungen gelagert werden. Vieles, was im Stadtteil bereits erfolgreich sei, könne auch am Fluss stattfinden, u.a. der beliebte Kiez Brunch, der Mittelaltermarkt, Open-Air-Kino, die Lichtmeile oder schlicht das gemeinschaftliche Gärtnern.

Eine wandelbare Sandfläche für Strandfußball oder Volleyball stellten sich die jungen Sportler am Neckar vor. Naturnahe Fitnessgeräte oder zwischen Bäumen gespannte Seile zum Balancieren waren weitere Vorschläge. Aber bei den Jugendlichen vom Jugendtreff QuiSt wurde auch deutlich, dass sie sich nach Einbruch der Dunkelheit unwohl fühlen am Neckarufer.

Der stellvertretende Revierleiter der Waldhofwache Ralf Maudanz hört den Jugendlichen (nicht im Bild) aufmerksam zu | Foto: M. Schülke
Der stellvertretende Revierleiter der Waldhofwache Ralf Maudanz hört den Jugendlichen (nicht im Bild) aufmerksam zu | Foto: M. Schülke

Der als Zuhörer anwesende stellvertretende Revierleiter der Waldhofwache Ralf Maudanz fragte die jungen Leute direkt: „Ihr fühlt euch am Neckar nicht wohl – warum?“ Sofort schossen alle Hände in die Höhe. Einige berichteten von schlechten Erfahrungen mit Drogenhändlern, von denen sie unerwünscht angesprochen wurden, aber es wurde deutlich, dass die Gerüchteküche auch nicht vor den Jugendlichen Halt macht. Aber auch die Jüngsten erkannten, was das eigentliche Problem sei: Es hielten sich zu wenige Menschen am Neckar auf, die notfalls zur Hilfe eilen könnten. Also wurde auch mehrfach deutlichere Polizeipräsenz vorgeschlagen, sei es durch einen temporären Polizeicontainer wie am Paradeplatz oder ein Turnier von Jugendlichen gegen eine Polizeisportgruppe. Ob sie da mitmachen würden, wurden die Jugendlichen gefragt und sie antworteten unter lautem Gelächter „Ja!“

In der Pause schaute jede Gruppe einmal bei den anderen vorbei | Foto: M. Schülke
In der Pause schaute jede Gruppe einmal bei den anderen vorbei | Foto: M. Schülke
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