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SPD will Kurzstrecken-Ticket für ganz Mannheim

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Die Haltestelle „Alte Feuerwache“ (Archivbild) | Foto: M. Schülke

Kurze Strecken, kleiner Preis – unter diesem Motto fordern die Sozialdemokraten einen Fahrschein etwa zum Preis des Quadrate-Tickets, der auch ohne Smartphone erhältlich ist.

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Pressemitteilung der SPD Mannheim:

Die SPD fordert die Einführung eines Kurzstrecken-Tickets für ganz Mannheim. Mit einer stadtweiten Plakatkampagne unter dem Motto „Kurze Strecken, kleiner Preis“ macht sie auf das Thema aufmerksam. Nachdem der neue E-Tarif faktisch ein Kurzstrecken-Ticket geschaffen hat, ist es wichtig, ein Angebot zu schaffen, das nicht an ein Smartphone gebunden ist. In anderen Gemeinden fahren damit mehr Menschen Bus und Bahn und entlasten damit auch die Umwelt.

„Wir wollen ein Kurzstrecken-Ticket für die ganze Stadt etwa zum Preis des Quadrate-Tickets. Kurze Strecken und dafür eben auch nur ein kleiner Preis“, erklärt SPD-Fraktionsvorsitzender Ralf Eisenhauer. „Wir wollen ein Kurzstreckenticket, das man am Automaten und im Vorverkauf erwerben kann, das alle Menschen, gleich welchen Alters, nutzen können, das in der gesamten Stadt angeboten wird und beispielsweise für die Fahrt mit Straßenbahn und Bus für bis zu vier Stationen gültig ist.“

Der elektronische Tarif, den der Rhein-Neckar-Verkehrsverbund vor kurzem eingeführt hat und bei dem nach einem Grundpreis plus Luftlinienkilometern abgerechnet wird, gehe zwar in die richtige Richtung, erreiche aber wichtige Zielgruppen des öffentlichen Verkehrs nicht unbedingt. „Der Kauf eines günstigeren Tickets für kurze Fahrtstrecken solle sich nicht auf die Nutzerinnen und Nutzer eines Smartphones beschränken“, betont Eisenhauer.

„Von einem Kurzstrecken-Ticket könnten gerade die Bewohnerinnen und Bewohner in den Stadtteilen profitieren“, macht Dr. Boris Weirauch MdL, verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Gemeinderatsfraktion, deutlich. „Ein solches Ticket würde dort die Attraktivität des öffentlichen Verkehrs erheblich steigern und gerade die alltäglichen Aufgaben deutlich erleichtern. Auch der Einzelhandel in den Stadtteilzentren dürfte profitieren.“ Gleichzeitig würde auch die Lebensqualität in ganz Mannheim erhöht.

In Mannheim bezahlen die Nutzerinnen und Nutzer des öffentlichen Nahverkehrs am Automaten für einen Einzelfahrschein derzeit 2,60 Euro – egal ob sie eine, zwei oder drei Stationen fahren oder durch die ganze Stadt. Günstiger geht es nur in der Innenstadt für 1,40 Euro mit dem Quadrate-Ticket. Einen Kurzstreckentarif gibt es nicht. Damit könnten Menschen mit weniger Geld aber auch öfter Bus und Bahn nutzen.

Was die finanziellen Auswirkungen betrifft, so ließen sich die mit der Preissenkung verbundenen Mindereinnahmen durch den Verkauf von mehr Fahrkarten wirtschaftlich wettmachen. Das zeigt die erfolgreiche Einführung der Preisstufe 0 in etlichen Städten des Verkehrsverbunds (z. B. Alzey, Eberbach, Sinsheim u.a.). Dort ist es gelungen, mit einem günstigeren Ticketpreis mehr Fahrgäste, die Busse und Bahnen nur gelegentlich nutzen, zu gewinnen. Damit leistet man auch einen Beitrag zu mehr Klimaschutz.

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