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Lidl bietet Erstattung nach Zahlungsaufforderungen an

Von 22 bis 7 Uhr lässt sich auf dem Lidl-Parkplatz an der Dammstraße kostenlos parken | Foto: M. Schülke

Nach Kritik an Zahlungsaufforderungen auf dem Lidl-Parkplatz in der Dammstraße bietet das Unternehmen Autofahrern eine Erstattung an.

Der Discounter Lidl will Autofahrer entschädigen, die außerhalb der Öffnungszeiten auf dem Parkplatz in der Dammstraße Zahlungsaufforderungen erhalten haben. Betroffene könnten eine Erstattung beantragen, teilte das Unternehmen gegenüber der Rheinpfalz mit.

Demnach können sich Autofahrer an den Lidl-Kundenservice oder den beauftragten Parkraumbewirtschafter wenden. Voraussetzung sei, dass sie die Zahlungsaufforderung sowie einen Zahlungsnachweis vorlegen.

Zahlungsaufforderungen zwischen 2024 und 2025

Laut dem Bericht wurden zwischen 2024 und 2025 Zahlungsaufforderungen verschickt. Wie viele Autofahrer betroffen sind, teilte das Unternehmen nicht mit.

Der Parkplatz gehört zu einer Lidl-Filiale in der Neckarstadt-West und umfasst mehr als 100 Stellplätze. Die Überwachung erfolgte durch einen externen Dienstleister, der die Parkdauer per Kameratechnik erfasst und bei Überschreitungen Zahlungsaufforderungen verschickt.

Vertragliche Regelung bereits geklärt

Bereits zuvor hatte die Stadt Mannheim klargestellt, dass der Parkplatz außerhalb der Öffnungszeiten kostenlos genutzt werden darf. Eine entsprechende Regelung sei vertraglich vereinbart und die Beschilderung inzwischen angepasst worden.

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Auslöser für die Klärung war eine Anfrage des Stadtrats Julien Ferrat. Die Stadt bestätigte daraufhin die bestehende Vereinbarung. Nach Angaben aus dem Bezirksbeirat Neckarstadt-West hat das Gremium bereits seit November 2024 wiederholt Anfragen zu dem Thema gestellt. Diese seien jedoch ohne Wirkung geblieben.

Lidl-Parkplatz nachts wieder kostenlos nutzbar

Anwohner berichtet von Problemen

Ein Anwohner berichtete gegenüber der Rheinpfalz, dass auch nachts Zahlungsaufforderungen verschickt worden seien. Wer länger als 90 Minuten parkte, musste demnach 35 Euro zahlen.

Der Mann schilderte, er sei mit Lidl und dem beauftragten Unternehmen im Gespräch gewesen. Zwischenzeitlich sei ihm mit rechtlichen Konsequenzen gedroht worden.

Mit der nun angekündigten Erstattungsmöglichkeit reagiert das Unternehmen auf die Kritik.

Quellen: Rheinpfalz, Informationsvorlage der Stadt Mannheim

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