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EU-Gelder für die Integration

Das junge Team berät Neumannheimer/innen und hilft bei der Integration | Foto: Stadt Mannheim / Thomas Tröster
Das junge Team berät Neumannheimer/innen und hilft bei der Integration | Foto: Stadt Mannheim / Thomas Tröster

Damit die Integration von Zuwanderern gelingt startet die Stadt Mannheim das Projekt „ANIMA – Ankommen in Mannheim“ und erhält dafür EU-Fördergelder.

Mitteilung der Stadt Mannheim:

Knapp 1 Million Euro Fördergelder aus dem Europäischen Hilfsfonds für besonders benachteiligte Personen, kurz EHAP, erhält die Stadt Mannheim für das Projekt „ANIMA – Ankommen in Mannheim“. Mit diesem Geld soll besonders benachteiligten EU-Zugewanderten der Zugang zu Beratungs- und Unterstützungsleistungen erleichtert werden.

Dabei verfolgt das ANIMA-Beratungsteam den Ansatz des Forderns und Förderns, um die hier ankommenden Zuwanderer systematisch und aktiv auf ihrem Weg der Integration in die Gesellschaft zu begleiten. Deutschlandweit wurden im Rahmen von EHAP 88 Projekte bewilligt, davon 26 von kommunalen Trägern. In Baden-Württemberg erhielten neun Projekte einen Zuschlag.

Pressekonferenz auf dem Neumarkt in Neckarstadt-West | Foto: Stadt Mannheim / Thomas Tröster
Pressekonferenz auf dem Neumarkt in Neckarstadt-West | Foto: Stadt Mannheim / Thomas Tröster

„Die Stadt Mannheim hat erfolgreich Finanzmittel bei der Europäischen Union für das wichtige Ziel der Integration von Zuwanderern gewonnen. Das ANIMA-Projekt soll den Zuwanderern zu mehr Selbstständigkeit verhelfen und auch Vertrauen in hiesige Institutionen schaffen, damit ihnen Wege aus schwierigen Lebenssituationen aufgezeigt werden können. Das ist wichtig, damit Integration gelingen kann“, erläutert Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz die Motivation, sich um die Fördermittel zu bewerben. Und er fügt hinzu: „Dieses Projekt ergänzt die Integrationsmaßnahmen für die Zuwanderer aus Bulgarien und Rumänien. Hier verfügen wir mit dem Integrationsfonds schon seit 2013 über ein Maßnahmenbündel aus integrativen Projekten in den Bereichen Bildung, Sprachförderung, Familie und Erstinformationen.“

Das ANIMA Projekt wird in einem Kooperationsverbund zwischen der Stadt Mannheim, dem Caritasverband Mannheim, dem Diakonischen Werk Mannheim und dem Paritätischen bis Ende 2018 umgesetzt. Dieser Kooperationsverbund stellt sicher, dass die Beratungssuchenden Hilfe bei allen beteiligten Trägernetzwerken finden. Dabei löst nicht ANIMA die Probleme der „Kunden“, sondern fördert diese dabei, selbst Problemlösungen zu finden und selbst die adäquaten Unterstützungsangebote wie Migrationserstberatung, Integrationskurse, etc. zu finden und zu nutzen.

Die ANIMA-Beraterinnen und Berater arbeiten eng mit den gemeinnützigen Trägern zusammen und motivieren ihre „Kunden“ zu mehr sozialer Teilhabe an Begegnungs-, Beteiligungs- und Community-Building Projekten, die zumeist in den an das Projekt angeschlossenen Stadtteilen verankert sind. Zu den Projektstadtteilen gehören neben den stark von Zuwanderung geprägten Stadtteilen Jungbusch, Neckarstadt-West und Unterstadt auch Rheinau und Schönau. Mitbetreut werden außerdem die Stadtteile Hochstätt, Neckarau und Waldhof.

„Die Integration von Zuwanderern aus Südosteuropa ist eine zentrale Herausforderung für Mannheim, die wir nur gemeinsam meistern können. Kirche und Diakonie tragen Ihren Teil dazu bei und übernehmen soziale Verantwortung. Unser aller Ziel soll es sein, diesen Menschen ein eigenverantwortliches und selbstständiges Leben in unserer Stadtgesellschaft zu ermöglichen. Die Berater im Projekt ANIMA leisten hierbei wertvolle Hilfe“, erklärt Martin Metzger vom Diakonischen Werk Mannheim.

„Im Buch Levitus heißt es: ‚Der Fremde, der sich bei euch aufhält, soll euch wie ein Einheimischer sein, Du sollst ihn lieben wie dich selbst.‘ – das ist uns Auftrag. Unser Ziel im Rahmen des Projektes ist es, durch Streetwork eine niederschwellige Beratung anzubieten“, erläutert Regina Hertlein vom Caritasverband Mannheim e.V ihr Engagement im Projekt.

v.l. Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz, Regina Hertlein (Caritas), Martin Metzger (Diakonie) und Gabriel Höfle (Quatiermanagement) | Foto: Stadt Mannheim / Thomas Tröster
v.l. Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz, Regina Hertlein (Caritas), Martin Metzger (Diakonie) und Gabriel Höfle (Quatiermanagement) | Foto: Stadt Mannheim / Thomas Tröster

Schon seit vielen Jahren engagiert sich auch der Paritätische Wohlfahrtsverband für Menschen in Mannheim, die aus unterschiedlichen Gründen benachteiligt sind. „Wir haben es ausdrücklich begrüßt, dass die Stadt Mannheim sich zur Verbesserung der Eingliederungschancen dieser Menschen mit einem gemeinsam mit den Wohlfahrtsverbänden erarbeiteten Konzept um EU-Mittel aus dem EHAP-Programm bemüht hat“, erklärt Gabriel Höfle für den Paritätischen Wohlfahrtsverband. „Um die Zielgruppe möglichst effektiv zu erreichen und das Hilfsangebot in den am stärksten beanspruchten Quartieren Neckarstadt und Unterstadt zu vernetzen, haben wir mit der praktischen Umsetzung des Konzeptbereichs die Quartiermanagements in diesen Stadtteilen beauftragt. Wir danken den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadt Mannheim und den Kollegen und Kolleginnen der anderen Verbände für die gute und langfristig angelegte Zusammenarbeit.“

Hintergrund zum EU Förderprogramm EHAP

Das EU-Förderprogramm EHAP (Europäischer Hilfsfonds für die am stärksten benachteiligten Personen) unterstützt das strategische Ziel der Armutsbekämpfung im Rahmen der Agenda EU 2020, das Ziel ist die Förderung des sozialen Zusammenhalts, der sozialen Inklusion sowie die Verringerung der Anzahl der armutsgefährdeten und von sozialer Ausgrenzung bedrohten Personen.

In Deutschland wird der EHAP vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales sowie zusammen mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend umgesetzt, der Schwerpunkt liegt bei den Maßnahmen zur sozialen Eingliederung von besonders benachteiligten EU-Zugewanderten sowie deren Kindern. In Mannheim wird das Programm als ein Zeichen der Anerkennung seitens der EU- und Bundesebene gesehen, dass die seit Jahren anhaltende EU-Zuwanderung als eine ernst zu nehmende Herausforderung von der Stadt alleine nicht dauerhaft getragen werden kann.

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