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Nachbarschaft Stadtentwicklung

Verteilung des öffentlichen Raums: Auf ALTER folgt OASE

Ein neues Projekt des Vereins hinter ALTER wird durch knapp 300.000 Euro aus dem Bundesinnenministerium unterstützt.

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POW e.V. erhält für die Umsetzung des neuen Projekts OASE für drei Jahre eine Förderung durch das beim Bundesinnenministerium angesiedelte Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR). Auf dem Gelände des ehemaligen Alten Bahnhofs soll neben ALTER die zweite sozio-kulturelle Intervention des gemeinnützigen Mannheimer Vereins entstehen. Die OASE wird damit eines von bundesweit insgesamt 13 Pilotprojekten der nationalen Stadtentwicklungspolitik. Über Beteiligungsformate möchte die OASE zusammen mit der Anwohnerschaft eine langfristige Vision für den Ort entwickeln und Bildungsangebote schaffen.

POW e.V.

Philipp Kohl arbeitet als Filmemacher bei Gallion Film (u.a. bekannt für den Film „Transnationalmannschaft“, 2015), Julia Aliçka und Philipp Morlock engagieren sich seit Jahren beim EinraumhausRobin Lang und Wulf Kramer sind Gründer des Architekturbüros „Yalla Yalla!“.

Innovative Ideen für die Stadt nach Corona

Mit dem Projektaufruf „Post-Corona Stadt“ suchte die nationale Stadtentwicklungspolitik Mitte letzten Jahres bundesweit nach innovativen Ideen und beispielgebenden Konzepten für eine resiliente Stadtentwicklung. Der noch junge gemeinnützige Verein POW e.V., der seit 2018 auf der Fläche neben dem ehemaligen Alten Bahnhof die Aktionsfläche ALTER umsetzt, bewarb sich mit dem Projekt „OASE – Ort für Austausch, Bildung, Sozialunternehmung und Entwicklung“ erfolgreich auf diesen Antrag.

300.000 Euro für die OASE

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POW e.V. (v.l.n.r.): Robin Lang, Julia Aliçka, Philipp Morlock, Philipp Kohl, Wulf Kramer | Foto: POW e.V.

„Wir freuen uns, dass durch die OASE in den nächsten drei Jahren Bundesmittel in Höhe von circa 300.000 Euro in die Mannheimer Neckarstadt fließen werden“, erklärt POW-Vorstand Philipp Kohl und fügt hinzu, „Wir sind zuversichtlich, dass wir diese Mittel über die OASE zum Wohle des Ortes und im Sinne der Nachbarschaft einsetzen können.“ Über die OASE versucht der Verein Beteiligungs- und Bildungsformate zu initiieren, die identifizieren sollen, was für ein Ort aus Sicht der Bürgerschaft dort künftig entstehen soll.

„Wir möchten mit der OASE die Möglichkeit schaffen, die gemeinwohlorientierte Zukunft des Ortes mitzudenken und mitzuentwickeln“, so Mitvorstand Wulf Kramer. „Dafür werden wir über einen Zeitraum von drei Jahren eine Vielzahl unterschiedlichster Workshops und Formate initiieren, die Antworten auf die Frage liefern sollen, welche Räume und Programme wir in unseren Quartieren dauerhaft benötigen, Bildungsangebote machen und Diskussionen Platz geben“, so Kramer weiter.

Großbaustelle des Forums Deutsche Sprache neben der Freifläche

Dabei ist die südliche Platzhälfte des Alten Messplatzes in den nächsten Jahren ohnehin enormen Veränderungen ausgesetzt. Das gesamte Gelände soll sich nach dem Willen des Mannheimer Gemeinderats verändern. Voraussichtlich 2023 soll der Bau des Forums Deutsche Sprache beginnen, der auf der Fläche des ALTER-Parkplatzes neben dem Lidl entstehen soll. Die derzeitige Aktionsfläche von ALTER und Einraumhaus wird in den darauffolgenden Jahren von der Stadt Mannheim als Freifläche entwickelt.

ALTER und Einraumhaus ziehen näher an die Kurpfalzbrücke

Die Nutzung der Fläche des ehemaligen Alten Bahnhofs soll einem Gemeinderatsbeschluss nach zusammen mit den Akteuren von ALTER (POW e.V.) und Einraumhaus gemeinsam entwickelt werden. „Eben diese Entwicklung wollen wir durch die OASE mit den Interessen der Anwohnerschaft frühzeitig aufladen“, freut sich Philipp Morlock, der Gründungsmitglied sowohl bei POW e.V. als auch bei Einraumhaus e.V. ist. „Natürlich würden wir die Fortsetzung einer Kombination aus gemeinwohlorientierter Flächennutzung und einem Raum für Kunst und Kultur befürworten“, erklärt POW-Vereinsmitglied Julia Aliçka, „doch welche Impulse darüber hinaus von diesem Ort für die Neckarstadt ausgehen sollen, welche Qualitäten ein dort hoffentlich entstehendes Gebäude aufweisen soll, all das wollen wir mit den Leuten zusammen herausarbeiten“, so Aliçka weiter.

„Wir werden wieder etwas bauen“

Bis es soweit ist soll auf der OASE jedoch erst wieder ein bauliches Provisorium entstehen. „Wir werden wieder etwas bauen, soviel steht fest“, freut sich Robin Lang, ebenfalls Mitglied bei POW e.V. „Und auch auf der OASE wird es wie auf ALTER sicherlich keinen Konsumzwang geben. Der Raum ist offen für alle“, stellt Lang klar.

Bei der Umsetzung der OASE wird POW e.V. vom Verein Einraumhaus, der Wirtschaftsförderung der Stadt Mannheim, der MWSP, Quartiermanagement Neckarstadt-West und „S-Hub Mannheim“ als Projektpartner unterstützt.

Öffentlicher Raum als Spiegel der Stadtgesellschaft

„Der öffentliche Raum ist Sozialraum und als solcher ein Spiegel unserer Stadtgesellschaft – wir müssen ihn pflegen! Die vielen Fans und Besucher, die ALTER in den letzten Jahren gewonnen hat, erinnern uns daran, wie wichtig es ist, diesen öffentlichen Raum im Sinne der Nachbarschaft attraktiv zu halten. So glauben wir, dass auch die OASE ein Ort sein kann, an dem viele ihre Freude haben werden, wenngleich die Schwerpunkte hier etwas anders liegen“, ergänzt Kohl.

Quelle: Pressemitteilung von POW e.V.

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