Im peer23 gingen Konzerte und Kinderveranstaltungen oft Hand in Hand (Archiv 2020) | Foto: M. Schülke
Nach einer Nutzungsuntersagung muss das peer23 sein Vereinsheim aufgeben. Der Verein sucht ein neues Zuhause.
Nach über einem Jahrzehnt ist die Nutzung des Vereinsheims des peer23 e.V. auf der Friesenheimer Insel beendet. Mitte Januar machte der Verein öffentlich, dass ihm die weitere Nutzung der Räume untersagt wurde. Die Entscheidung war bereits kurz vor Jahresende gefallen. In einem emotionalen Beitrag auf Instagram sprach der Verein von einem schmerzhaften Einschnitt und bedankte sich bei allen Unterstützer*innen der vergangenen Jahre.
Das peer23 nutzte die Räume im Industriehafen über viele Jahre als Vereinsheim und Veranstaltungsort. Untergebracht war der Verein in einem Gebäude in der Rheinrottstraße. Nach eigenen Angaben besteht der Verein seit 2013. Er beschreibt sich selbst als nicht-kommerziellen Zusammenschluss, der Raum für kulturelle, kreative und soziale Aktivitäten bieten wollte. Mit der Nutzungsuntersagung endet diese Phase am bisherigen Standort endgültig.
Stadt untersagt Nutzung für Veranstaltungen
Auf Anfrage des Neckarstadtblogs teilte die Stadt Mannheim mit, dass dem Verein am 19. Dezember 2025 die weitere Nutzung der Räume für Veranstaltungen untersagt wurde. Eine baurechtliche Genehmigung für eine entsprechende Nutzung habe nicht vorgelegen, heißt es in der Stellungnahme.
Ausschlaggebend für die sofortige Nutzungsuntersagung sei insbesondere der fehlende zweite Rettungsweg gewesen. Dieser könne „aufgrund der örtlichen Gegebenheiten auch nicht ohne Weiteres hergestellt werden“, teilte die Stadt weiter mit.
Investitionen nicht leistbar
Der Verein selbst erklärte in seinem öffentlichen Statement, dass notwendige Investitionen, um die Schließung abzuwenden, nicht realisierbar gewesen seien. Sowohl die finanziellen Mittel als auch der organisatorische Aufwand hätten dies unmöglich gemacht. Eine Fortführung des Vereinsbetriebs am bisherigen Standort schloss der Verein deshalb aus.
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Bis kurz vor der Untersagung fanden in den Räumen auf der Friesenheimer Insel noch Veranstaltungen statt. Laut eigener Dokumentation blickt der Verein auf eine Vielzahl unterschiedlicher Formate zurück, darunter Konzerte, DJ-Abende und weitere kulturelle Veranstaltungen. Eine öffentlich geführte Liste führt zahlreiche Künstler*innen und Acts auf, die im Laufe der Jahre im peer23 aufgetreten sind.
Suche nach neuen Räumen offen
Nach Angaben der Stadt steht die Verwaltung „mit den Betreibern in engem Kontakt“ und unterstützt diese „bei den weiteren Schritten“. Wie diese Unterstützung konkret aussieht oder ob bereits alternative Räumlichkeiten in Aussicht stehen, blieb offen.
Der peer23 e.V. teilte mit, dass der Verein weiterbestehen solle, derzeit jedoch keine neuen Räume in Aussicht seien. Alle verfügbaren Ressourcen müssten zunächst darauf verwendet werden, die aktuelle Situation zu bewältigen. Der Verein bittet zudem um Hinweise auf mögliche Räumlichkeiten, die zum Konzept passen könnten.
Abschied nach fast 13 Jahren
In seinem Instagram-Beitrag blickt der Verein auf fast 13 Jahre zurück. Der Abschied vom Standort auf der Friesenheimer Insel sei für alle Beteiligten schmerzhaft. Zugleich betont der Verein die vielen entstandenen Begegnungen und Verbindungen. Der Dank richtet sich ausdrücklich an alle Menschen, die den Ort mitgestaltet oder durch ihren Besuch getragen haben. „Ihr alle wart und seid peer23“, heißt es in dem Beitrag.
Quellen:peer23-Posting bei Instagram, Auskunft der Stadt Mannheim
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Nach einer Nutzungsuntersagung muss das peer23 sein Vereinsheim aufgeben. Der Verein sucht ein neues Zuhause.
Nach über einem Jahrzehnt ist die Nutzung des Vereinsheims des peer23 e.V. auf der Friesenheimer Insel beendet. Mitte Januar machte der Verein öffentlich, dass ihm die weitere Nutzung der Räume untersagt wurde. Die Entscheidung war bereits kurz vor Jahresende gefallen. In einem emotionalen Beitrag auf Instagram sprach der Verein von einem schmerzhaften Einschnitt und bedankte sich bei allen Unterstützer*innen der vergangenen Jahre.
Das peer23 nutzte die Räume im Industriehafen über viele Jahre als Vereinsheim und Veranstaltungsort. Untergebracht war der Verein in einem Gebäude in der Rheinrottstraße. Nach eigenen Angaben besteht der Verein seit 2013. Er beschreibt sich selbst als nicht-kommerziellen Zusammenschluss, der Raum für kulturelle, kreative und soziale Aktivitäten bieten wollte. Mit der Nutzungsuntersagung endet diese Phase am bisherigen Standort endgültig.
Stadt untersagt Nutzung für Veranstaltungen
Auf Anfrage des Neckarstadtblogs teilte die Stadt Mannheim mit, dass dem Verein am 19. Dezember 2025 die weitere Nutzung der Räume für Veranstaltungen untersagt wurde. Eine baurechtliche Genehmigung für eine entsprechende Nutzung habe nicht vorgelegen, heißt es in der Stellungnahme.
Ausschlaggebend für die sofortige Nutzungsuntersagung sei insbesondere der fehlende zweite Rettungsweg gewesen. Dieser könne „aufgrund der örtlichen Gegebenheiten auch nicht ohne Weiteres hergestellt werden“, teilte die Stadt weiter mit.
Investitionen nicht leistbar
Der Verein selbst erklärte in seinem öffentlichen Statement, dass notwendige Investitionen, um die Schließung abzuwenden, nicht realisierbar gewesen seien. Sowohl die finanziellen Mittel als auch der organisatorische Aufwand hätten dies unmöglich gemacht. Eine Fortführung des Vereinsbetriebs am bisherigen Standort schloss der Verein deshalb aus.
Bis kurz vor der Untersagung fanden in den Räumen auf der Friesenheimer Insel noch Veranstaltungen statt. Laut eigener Dokumentation blickt der Verein auf eine Vielzahl unterschiedlicher Formate zurück, darunter Konzerte, DJ-Abende und weitere kulturelle Veranstaltungen. Eine öffentlich geführte Liste führt zahlreiche Künstler*innen und Acts auf, die im Laufe der Jahre im peer23 aufgetreten sind.
Suche nach neuen Räumen offen
Nach Angaben der Stadt steht die Verwaltung „mit den Betreibern in engem Kontakt“ und unterstützt diese „bei den weiteren Schritten“. Wie diese Unterstützung konkret aussieht oder ob bereits alternative Räumlichkeiten in Aussicht stehen, blieb offen.
Der peer23 e.V. teilte mit, dass der Verein weiterbestehen solle, derzeit jedoch keine neuen Räume in Aussicht seien. Alle verfügbaren Ressourcen müssten zunächst darauf verwendet werden, die aktuelle Situation zu bewältigen. Der Verein bittet zudem um Hinweise auf mögliche Räumlichkeiten, die zum Konzept passen könnten.
Abschied nach fast 13 Jahren
In seinem Instagram-Beitrag blickt der Verein auf fast 13 Jahre zurück. Der Abschied vom Standort auf der Friesenheimer Insel sei für alle Beteiligten schmerzhaft. Zugleich betont der Verein die vielen entstandenen Begegnungen und Verbindungen. Der Dank richtet sich ausdrücklich an alle Menschen, die den Ort mitgestaltet oder durch ihren Besuch getragen haben. „Ihr alle wart und seid peer23“, heißt es in dem Beitrag.
Quellen: peer23-Posting bei Instagram, Auskunft der Stadt Mannheim
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