Aktuelles Politik

„Fridays for Future“ mit konkreten Forderungen an die Stadt

Für das Klima auf der Straße | Foto: CKI
Für das Klima auf der Straße | Foto: CKI

Die Mannheimer „Fridays for Future“-Bewegung hat zehn Forderungen veröffentlicht, um das Ziel Klimaneutralität bis 2030 zu erreichen.

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„Uns ist es vor allem wichtig, dass Maßnahmen für mehr Klimaschutz gleichzeitig zu mehr Gerechtigkeit in unserer Gesellschaft führen”, betont „Fridays for Future“-Sprecherin Friederike Schmahl gegenüber Kommunalinfo Mannheim. Es gelte „Maßnahmen in die Wege zu leiten, die ein gutes Leben für uns und die nachfolgenden Generationen ermöglichen.“

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Forderungen von Fridays for Future an den Mannheimer Gemeinderat und die Stadt Mannheim
Klimaneutralität 2030:

Wir befinden uns mitten in der Klimakrise, der größten Krise der Menschheit. Durch das aktuelle verantwortungslose Handeln von Politik und Industrie wird unser Planet immer weiter zerstört. Jeden Tag werden 110 Millionen Tonnen Treibhausgase in die Atmosphäre emittiert. Die Auswirkungen, wie Hitzerekorde und Extremwetterkatastrophen, zerstören dabei die Ökosysteme unseres Planeten. Seit 1970 hat sich die weltweite Wildtierpopulation um 60% verringert. Und auch das Überleben von uns Menschen ist dadurch bedroht. Nahrungsmittelknappheit, Wasserknappheit und Krankheiten lassen die Zahl der Klimaopfer täglich steigen. Es ist höchste Zeit für Klimagerechtigkeit! Klimaschutz, den sich nur manche privilegierten Menschen leisten können, darf dabei nicht länger in der Verantwortung von Einzelpersonen liegen. Denn durch die lange Untätigkeit der Politiker*innen, hat sich die Klimakrise nur immer weiter verschärft. Unseren Planeten und die Menschheit zu bewahren, ist eine Aufgabe, die jetzt endlich gesamtgesellschaftlich angegangen werden muss. Um die Klimakatastrophe also noch aufzuhalten, fordert Fridays For Future Deutschland Klimaneutralität mit Nettonull und 100% erneuerbare Energieversorgung bis 2035, sowie den Kohleausstieg bis 2030. Doch nicht nur auf Bundesebene muss ein Umdenken stattfinden, sondern auch auf kommunaler Ebene, hier in Mannheim. Darum muss die neue Maxime unserer zukunftstauglichen Politik sein: Klimaneutralität Mannheims bis 2030! Um dies zu erreichen, stellen wir – Fridays For Future Mannheim – folgende Forderungen an den Mannheimer Gemeinderat:

  1. Das Mannheimer Steinkohlekraftwerk muss bis spätestens 2030 abgeschaltet werden.
  2. Der Mannheimer Energie- und Wärmebedarf soll ganzteilig und ausschließlich über erneuerbare Energien gedeckt werden. Die Energie- und Wärmeproduktion soll zudem kommunalisiert werden.
  3. Die Arbeiter*innen des GKM müssen für ihre entgangenen Löhne entschädigt werden. Ihnen müssen Arbeitsstellen mit Zukunftsaussichten geboten werden.
  4. Klimaneutrales Wohnen und Bauen soll künftig zum Standard werden und darf zu keinen Kosten auf Seiten der Bewohner*innen führen.
  5. Der öffentliche Nahverkehr muss für alle Menschen kostenlos sein und soll künftig umlagefinanziert werden.
  6. Der Airport Mannheim darf nicht mehr für öffentliche Transporte und Linienflüge genutzt werden.
  7. Die Mannheimer Innenstadt soll bis 2030 autofrei werden und die Straßen fair zwischen Fußgänger*innen, Fahrradfahrer*innen und dem ÖPNV aufgeteilt werden. Gleichzeitig muss in der gesamten Stadt der ÖPNV und die Radinfrastruktur an sinnvollen Stellen ausgebaut werden.
  8. Ein unabhängiges Gremium in der Stadtverwaltung aus Vertreter*innen der Wissenschaft und Klimagerechtigkeitsbewegung und soll die Entscheidungen des Mannheimer Gemeinderats auf Klimagerechtigkeit überprüfen.
  9. Selbstverwaltete Räume und klimagerechte Projekte müssen von der Stadt gestärkt und unterstützt werden.
  10. Bestehende Grünflächen und Naturschutzgebiete sollen ausgebaut und erhalten werden, zudem dürfen keine weiteren Flächen versiegelt werden.
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