Lichtinstallation am Baugerüst des künftigen MARCHIVUM

Lichtinstallation
Lichtinstallation „Das ist meine Geschichte“ | Foto: Kathrin Schwab, Stadtarchiv Mannheim-ISG

Das Gerüst am Ochsenpferchbunker wird zum „BAUstellungsraum“ für eine geschichtsträchtige Lichtinstallation.

Pressemitteilung des Stadtarchivs Mannheim:

Der frühere Hochbunker in der Neckarstadt-West erstrahlt mit einer eindrucksvollen Lichtinstallation. Am Baugerüst des künftigen MARCHIVUM zeigen Leuchtkästen 14 Augenpaare bekannter Mannheimerinnen und Mannheimer aus verschiedenen Epochen. Die Augen, die unter anderem zu Kurfürst Karl Theodor, Bertha und Carl Benz, Seppl Herberg und Mable Grammer gehören, begleitet der Schriftzug „Das ist meine Geschichte…“.

Die Künstlerin Sabine Kammerl möchte mit dieser Arbeit zum Nachdenken inspirieren. Die Augenpaare, die nicht sofort identifiziert werden sollen, bleiben rätselhaft und sollen zur Interaktion anregen. Was haben diese Augen gesehen, was ist ihre Geschichte und was ist meine eigene Geschichte?
Bei Dunkelheit entfaltet die Installation ihre volle Kraft und macht den ehemaligen Bunker zum Kunstobjekt. Sie bleibt bis zum Abbau des Gerüsts erhalten.
„Ich freue mich immer, wenn Orte durch meine Arbeiten gestärkt und hervorgehoben werden, wenn die Orte etwas Zusätzliches bekommen, das attraktiv ist, das ihre Anziehungskraft erhöht, Interesse und Neugier weckt. Kunst darf auch einfach schön sein. »Das ist meine Geschichte« ist eine eher ruhige Arbeit, die nachdenklich machen soll, aber hoffentlich darüber hinaus durch ihre Ästhetik neugierig macht und Freude bereitet.“, erklärt die Künstlerin.

Die Stadt und die GBG bauen den ehemaligen Weltkriegsbunker in der Neckarstadt-West zum MARCHIVUM, Mannheims neuem Haus der Stadtgeschichte und Erinnerung, um. Dort werden die Biographien und Geschichten bekannter und weniger bekannter Mannheimerinnen und Mannheimer für künftige Generationen gesichert. Die Kunstinstallation spielt auf diesen Aspekt an.

Die Künstlerin:

Sabine Kammerl studiert 1984-1990 an der Akademie für Bildende Künste in München, 1986 erhält sie den Kunstpreis Fürstenfeldbruck, in den 1990er Jahren erhält sie mehrere Stipendien für ihre Arbeit und erhält den Projektpreis der Erwin und Gisela Steiner Stiftung, 1996-1998 ist Kammerl Gastprofessorin an der Kunsthochschule der Gesamthochschule Kassel, 2002 wird ihr der Erste Preis Musashino Art Project, Tokyo verliehen. Seit Ende der achtziger Jahre zeigt sie Arbeiten im öffentlichen Raum, im Dialog mit Architekturen und Nutzern. Seit 2000 ist sie Vorsitzende der Eric und Jula Isenburger Gesellschaft e.V..

Weitere Informationen: http://www.sabine-kammerl.de/.

Anfang 2018 zieht das Stadtarchiv Mannheim vom Collini-Center in die Neckarstadt um, damit ändert es auch seinen Namen in MARCHIVUM. Zudem wird das Stadtarchiv durch eine stadtgeschichtliche Ausstellung und ein NS-Dokumentationszentrum erweitert – dies alles unter dem neuen Namen MARCHIVUM.

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