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Gemeinderat beschließt Verzicht auf Kita-Gebühren für April

Dirk Grunert, Bürgermeister für Bildung, Jugend und Gesundheit | Foto: Grüne Mannheim
Dirk Grunert, Bürgermeister für Bildung, Jugend und Gesundheit | Foto: Grüne Mannheim

Nachdem zunächst nur der Einzug der Kita-Gebühren ausgesetzt wurde, beschloss der Gemeinderat letzte Woche, dass die Gebühren für April endgültig erlassen werden.

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Die Stadtverwaltung Mannheim erarbeitete kurzfristig für den Gemeinderat eine Vorlage mit der Empfehlung, die Elternbeiträge für den Monat April 2020 für die kommunalen Kindertagesstätten zu verzichten und ebenso die freien Träger bei den Elternbeiträgen für April 2020 bis zur Höhe der kommunalen Beiträge finanziell zu unterstützen. Dieser Empfehlung ist der Gemeinderat am 2. April gefolgt.

Das Land Baden-Württemberg stellt, wie in einer Mitteilung des Landes am 27.03.2020 kommuniziert, den Kommunen 100 Millionen Euro als Hilfsnetz für Familien im Rahmen der Corona-Krise zur Verfügung. Dieser Betrag soll unter anderem eine Unterstützung bei den Elternbeiträgen für geschlossene Krippen, Kindergärten und Horte mit beinhalten.

Auf Anfrage erklärt die zuständige Dezernatssprecherin: Die Kitas seien (nach derzeitigem Stand) von Mitte März bis Mitte April geschlossen, also ziemlich genau einen Monat. Der Verzicht auf den Monatsbeitrag April sei der Ausgleich für diesen Zeitraum. Die Stadt Mannheim hatte bereits vor dem Programm des Landes den Einzug der Monatsgebühr April gestoppt und erstattet nun in Höhe der städtischen Gebühr diese auch den Trägern, die damit in dieser Höhe ebenfalls auf die Gebühr verzichten könnten. Bei einer Verlängerung der Schließzeit über den 19. April hinaus, seien weitere Entscheidungen zu treffen.

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Schnellstmögliche Entlastung für Familien

Dirk Grunert, Bürgermeister für Bildung, Jugend und Gesundheit der Stadt Mannheim freut sich über diese Entwicklung: „Ich begrüße dieses Signal des Landes. Nun können wir als Kommune die Eltern in dieser herausfordernden Situation auch finanziell entlasten neben unserem Angebot der Notbetreuung.“ Die Stadt Mannheim und die beiden Kirchen hatten für den Monat April den Beitragseinzug gestoppt. In einem Arbeitstreffen mit den beiden Kirchen und den weiteren freien Trägern hatte die Stadt Mannheim das weitere gemeinsame Vorgehen vereinbart. Dieser Austausch wird weiterlaufen, nun mit verbesserter Ausgangslage und veränderten Fragestellungen. Ziel bleibt es weiter gemeinsam im Sinne der Familie eine gute und stabile Kinderbetreuung auf Dauer in Mannheim sicherzustellen.

Dank an Erzieher*innen und Lehrkräfte

Die Stadt Mannheim sowie die beiden Kirchen und die weiteren freien Träger bewältigen derzeit in gemeinsamer Abstimmung die Notbetreuung für Kinder in den Krippen, den Kindergärten und in der Kindertagespflege sowie für Schulkinder und erhalten damit einen maßgeblichen Teil der sozialen Infrastruktur in Mannheim aufrecht. „Für die gemeinsam organisierte und durchgeführte Notbetreuung für die Kinder unserer Stadt möchte ich allen Beteiligten aus der Stadtverwaltung und der Trägerlandschaft und insbesondere den Erzieher*innen und Lehrkräften ausdrücklich für ihren wertvolle Arbeit danken“, unterstreicht Bürgermeister Grunert mit Blick auf diese besondere Situation in den Kitas und Horten in Mannheim.

Hinweis: Unsere Presseanfrage vom 27.3. wurde erst am 6.4. von der Stadt Mannheim beantwortet. Wir bitten die Verzögerung zu entschuldigen.

Erreichbarkeit der Kinder-Notbetreuungshotline

Quelle: Pressemitteilung der Stadt Mannheim, eigene Recherchen und Anfragen.

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