In der Neckarstadt werden die Gelben Tonnen zukünftig auch von Knettenbrech + Gurdulic abgeholt | Foto: B.K.
Ab April leert die Firma alle gelben Tonnen in Mannheim. Auch in der Neckarstadt endet die bisherige Aufteilung.
Die Firma Knettenbrech + Gurdulic übernimmt ab dem 1. April die Leerung aller gelben Wertstofftonnen in Mannheim. Das betrifft auch die Neckarstadt-West und die Neckarstadt-Ost. Bislang lag der Anteil des Unternehmens bei rund 78 Prozent. Die restlichen 22 Prozent wurden von der Stadt selbst übernommen. Diese Aufteilung entfällt nun.
Stadt will sich stärker auf Sperrmüll konzentrieren
Nach Angaben der Verwaltung hängt die Umstellung mit internen Änderungen zusammen. Die Verwaltung habe sich im Vorfeld die Frage gestellt: „Welche Leistungen will der Stadtraumservice Abfallwirtschaft selbst weiter betreiben, welche Leistungen wollen wir extern vergeben?“ Personal aus der bisherigen Tonnenleerung soll künftig bei der Sperrmüllabfuhr eingesetzt werden. Dort kam es zuletzt wiederholt zu Verzögerungen, unter anderem durch Personalengpässe. „Zu Spitzenzeiten, gerade in den Sommermonaten“, gab es Situationen, in denen „relativ kurzfristig immer mal wieder Sperrmüllkolonnen extern“ vergeben werden mussten.
Die vollständige Beauftragung des Unternehmens Knettenbrech + Gurdulic führe laut Verwaltung nicht zu höheren Müllgebühren. Das Unternehmen habe zudem vertraglich zugesichert, die in den Abfallkalendern angegebenen Abholtermine einzuhalten. „Für die Bürgerinnen und Bürger wird sich nichts ändern.“ Die Übergabe solle begleitet werden, damit die Mitarbeitenden „die Standplätze kennen und auch die jeweiligen Herausforderungen bei der Tour“.
Die Regelung ist befristet. Der Vertrag läuft mindestens bis Ende 2026.
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Entscheidung steht im Kontrast zur früheren Position
Nachdem es 2018 infolge einer Insolvenz innerhalb des sogenannten Dualen Systems zu Problemen bei der Organisation der Entsorgung kam und die Stadt zeitweise einspringen musste, erklärte die Stadt Mannheim damals, diese Situation zeige deutlich, „dass die Verantwortung für die Entsorgung der privaten Haushalte keinesfalls der Privatwirtschaft überlassen werden darf, da im Falle einer Insolvenz unmittelbar die Kommune eintreten muss, um eine geordnete Entsorgung aufrecht zu erhalten.“ Die aktuelle Entscheidung steht im Kontrast zu dieser damaligen Einschätzung.
Beschwerden begleiten die Firma seit Jahren
Knettenbrech + Gurdulic ist in Mannheim seit Jahren tätig. Dabei kam es immer wieder zu Beschwerden über verspätete Abholungen oder nicht geleerte Tonnen.
Nach Angaben der Verwaltung sei man sich „sehr wohl bewusst, dass gerade in letzter Zeit Knettenbrech + Gurdulic ein bisschen in Misskredit geraten ist“. Im Zusammenhang mit den Regelungen zu durchsichtigen beziehungsweise blickdichten Säcken in Wertstofftonnen habe die Stadt das Unternehmen noch einmal daran erinnert, dass für das System der Wertstofftonne „vollumfänglich die Abfallwirtschafts- beziehungsweise Kreislaufwirtschaftssatzung der Stadt Mannheim zuständig ist“ und dass keine Wertstofftonnen stehen gelassen werden dürfen.
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Ab April leert die Firma alle gelben Tonnen in Mannheim. Auch in der Neckarstadt endet die bisherige Aufteilung.
Die Firma Knettenbrech + Gurdulic übernimmt ab dem 1. April die Leerung aller gelben Wertstofftonnen in Mannheim. Das betrifft auch die Neckarstadt-West und die Neckarstadt-Ost. Bislang lag der Anteil des Unternehmens bei rund 78 Prozent. Die restlichen 22 Prozent wurden von der Stadt selbst übernommen. Diese Aufteilung entfällt nun.
Stadt will sich stärker auf Sperrmüll konzentrieren
Nach Angaben der Verwaltung hängt die Umstellung mit internen Änderungen zusammen. Die Verwaltung habe sich im Vorfeld die Frage gestellt: „Welche Leistungen will der Stadtraumservice Abfallwirtschaft selbst weiter betreiben, welche Leistungen wollen wir extern vergeben?“ Personal aus der bisherigen Tonnenleerung soll künftig bei der Sperrmüllabfuhr eingesetzt werden. Dort kam es zuletzt wiederholt zu Verzögerungen, unter anderem durch Personalengpässe. „Zu Spitzenzeiten, gerade in den Sommermonaten“, gab es Situationen, in denen „relativ kurzfristig immer mal wieder Sperrmüllkolonnen extern“ vergeben werden mussten.
Die vollständige Beauftragung des Unternehmens Knettenbrech + Gurdulic führe laut Verwaltung nicht zu höheren Müllgebühren. Das Unternehmen habe zudem vertraglich zugesichert, die in den Abfallkalendern angegebenen Abholtermine einzuhalten. „Für die Bürgerinnen und Bürger wird sich nichts ändern.“ Die Übergabe solle begleitet werden, damit die Mitarbeitenden „die Standplätze kennen und auch die jeweiligen Herausforderungen bei der Tour“.
Die Regelung ist befristet. Der Vertrag läuft mindestens bis Ende 2026.
Entscheidung steht im Kontrast zur früheren Position
Nachdem es 2018 infolge einer Insolvenz innerhalb des sogenannten Dualen Systems zu Problemen bei der Organisation der Entsorgung kam und die Stadt zeitweise einspringen musste, erklärte die Stadt Mannheim damals, diese Situation zeige deutlich, „dass die Verantwortung für die Entsorgung der privaten Haushalte keinesfalls der Privatwirtschaft überlassen werden darf, da im Falle einer Insolvenz unmittelbar die Kommune eintreten muss, um eine geordnete Entsorgung aufrecht zu erhalten.“ Die aktuelle Entscheidung steht im Kontrast zu dieser damaligen Einschätzung.
Beschwerden begleiten die Firma seit Jahren
Knettenbrech + Gurdulic ist in Mannheim seit Jahren tätig. Dabei kam es immer wieder zu Beschwerden über verspätete Abholungen oder nicht geleerte Tonnen.
Nach Angaben der Verwaltung sei man sich „sehr wohl bewusst, dass gerade in letzter Zeit Knettenbrech + Gurdulic ein bisschen in Misskredit geraten ist“. Im Zusammenhang mit den Regelungen zu durchsichtigen beziehungsweise blickdichten Säcken in Wertstofftonnen habe die Stadt das Unternehmen noch einmal daran erinnert, dass für das System der Wertstofftonne „vollumfänglich die Abfallwirtschafts- beziehungsweise Kreislaufwirtschaftssatzung der Stadt Mannheim zuständig ist“ und dass keine Wertstofftonnen stehen gelassen werden dürfen.
Quellen: Sitzung des Betriebsausschusses Technische Betriebe, Mannheimer Morgen, eigene Recherchen
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