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Die Mannheimer Privatbrauerei Eichbaum stellt ihren Geschäftsbetrieb ein. Das Unternehmen teilte am Montag mit, dass eine Übertragung auf einen Investor unter den bestehenden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht mehr möglich sei.
Rund 240 verbliebene Beschäftigte sollen kurzfristig ihre Kündigung erhalten. Auch die geplante Transfergesellschaft kommt nach Angaben des Unternehmens nicht zustande.
Unternehmen nennt fehlende Finanzierung
Die Brauerei begründet die Entscheidung mit fehlenden finanziellen Mitteln. Nach eigenen Angaben reicht das Geld nicht aus, um den Betrieb fortzuführen und die Verhandlungen über einen möglichen Verkauf weiterzuführen. Dabei müsse die Insolvenzmasse geschützt werden.
Die Brauerei arbeite trotz verschiedener Restrukturierungsmaßnahmen weiterhin defizitär. Weitere Massedarlehen könne sie nicht zurückzahlen. Deshalb müsse sie den Betrieb aus wirtschaftlichen und insolvenzrechtlichen Gründen einstellen.
Die beiden Geschäftsführer Uwe Aichele und Frank Reifel erklärten, die Betriebseinstellung sei unter den gegebenen Rahmenbedingungen alternativlos. Sie dankten den Beschäftigten für ihren Einsatz, ihre Loyalität und ihre langjährige Verbundenheit mit der Brauerei.
Betriebsversammlung am Montag
Der Betriebsrat und die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten informierten die Belegschaft am Montagmittag in einer kurzfristig einberufenen Betriebsversammlung über die Entwicklung.
Georg Dohr, derzeit Berater des Betriebsrats und früher dessen Vorsitzender, beschrieb die Stimmung gegenüber dem Mannheimer Morgen als diszipliniert. Die Beschäftigten wollten dem Betriebsrat nun die Möglichkeit geben, die Abwicklung zu verhandeln.
Gegenüber dem SWR fand Dohr deutlichere Worte. Ihm und der Belegschaft gehe es „zum Kotzen“. Er führte das Scheitern auch auf die Dauer des Insolvenzverfahrens zurück. „Man kann nicht neun Monate ohne Schaden durch eine Insolvenz gehen“, sagte Dohr. Das Verfahren habe Vertrauen innerhalb und außerhalb der Brauerei zerstört.
Geschäftsführung spricht von schwärzester Stunde
Eichbaum-Geschäftsführer Uwe Aichele bezeichnete den Tag gegenüber dem SWR als „schwärzeste Stunde der Brauerei, nach 347 Jahren“.
In den vergangenen acht Monaten habe das Unternehmen alles versucht, was in seiner Macht gestanden habe. Bestimmte Rahmenbedingungen ließen eine Fortführung aber nicht zu. Weitere Hintergründe nannte Aichele nicht.
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Die Gewerkschaft NGG kritisierte die Entwicklung der vergangenen Wochen. Stephanie Albicker von der NGG-Region Mannheim-Heidelberg forderte vollständige Transparenz darüber, warum noch vor zwei Wochen Hoffnungen geweckt worden seien und weshalb die angekündigte Finanzierung der Transfergesellschaft nun scheitere.
Nach Auffassung der Gewerkschaft trügen die Beschäftigten keine Verantwortung für die Entwicklung. Nun brauche es zügige Verhandlungen über einen Sozialplan. Ebenso müsse schnell geklärt werden, ob und wie die Transfergesellschaft noch finanziert werden könne.
Krisengespräch im Rathaus
Auf Initiative von Betriebsrat und NGG fand am Montagvormittag ein Gespräch im Mannheimer Rathaus statt.
Nach Angaben der Gewerkschaft nahmen Oberbürgermeister Christian Specht, Vertreter*innen der Stadt, der Gläubiger, der Sachwalter sowie das Universitätsklinikum als möglicher Käufer teil.
Nach den dort vorgestellten Informationen sahen Gewerkschaft und Betriebsrat kaum noch eine realistische Perspektive für den Erhalt des Brauereistandorts. Das erklärte der NGG-Landesbezirksvorsitzende Hakan Ulucay.
Rettungsszenario geplatzt
Das Universitätsklinikum Mannheim hatte zuletzt Interesse am Brauereigelände bestätigt und darüber Gespräche mit dem zuständigen Sachwalter Thomas Oberle geführt.
Nach Angaben des Mannheimer Morgens blieb bis zuletzt offen, wer den eigentlichen Brauereibetrieb übernehmen sollte. Das verfolgte Rettungsszenario kam nicht zustande. Nach Darstellung des Unternehmens fehlt nun das Geld, um den Betrieb und die Verkaufsverhandlungen fortzuführen.
Wie lange der Betrieb noch läuft und wann die Kündigungen ausgesprochen werden, war am Montag zunächst offen. Sachwalter Thomas Oberle erklärte gegenüber dem Mannheimer Morgen, der weitere Fahrplan müsse nun geklärt werden.
Insolvenz seit Herbst 2025
Eichbaum hatte im Herbst 2025 Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet. Das Amtsgericht Mannheim eröffnete das Verfahren im Januar 2026. In den folgenden Monaten wurden mehrfach mögliche Investoren genannt. Zuletzt hatte das Universitätsklinikum Interesse am Gelände der Brauerei bekundet.
Quellen: SWR, Mannheimer Morgen, Betriebsrat, NGG
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Für die Traditionsbrauerei in der Neckarstadt gibt es keine Rettung mehr. Der Betrieb wird eingestellt, 240 Arbeitsplätze fallen weg.
Die Mannheimer Privatbrauerei Eichbaum stellt ihren Geschäftsbetrieb ein. Das Unternehmen teilte am Montag mit, dass eine Übertragung auf einen Investor unter den bestehenden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht mehr möglich sei.
Rund 240 verbliebene Beschäftigte sollen kurzfristig ihre Kündigung erhalten. Auch die geplante Transfergesellschaft kommt nach Angaben des Unternehmens nicht zustande.
Unternehmen nennt fehlende Finanzierung
Die Brauerei begründet die Entscheidung mit fehlenden finanziellen Mitteln. Nach eigenen Angaben reicht das Geld nicht aus, um den Betrieb fortzuführen und die Verhandlungen über einen möglichen Verkauf weiterzuführen. Dabei müsse die Insolvenzmasse geschützt werden.
Die Brauerei arbeite trotz verschiedener Restrukturierungsmaßnahmen weiterhin defizitär. Weitere Massedarlehen könne sie nicht zurückzahlen. Deshalb müsse sie den Betrieb aus wirtschaftlichen und insolvenzrechtlichen Gründen einstellen.
Die beiden Geschäftsführer Uwe Aichele und Frank Reifel erklärten, die Betriebseinstellung sei unter den gegebenen Rahmenbedingungen alternativlos. Sie dankten den Beschäftigten für ihren Einsatz, ihre Loyalität und ihre langjährige Verbundenheit mit der Brauerei.
Betriebsversammlung am Montag
Der Betriebsrat und die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten informierten die Belegschaft am Montagmittag in einer kurzfristig einberufenen Betriebsversammlung über die Entwicklung.
Georg Dohr, derzeit Berater des Betriebsrats und früher dessen Vorsitzender, beschrieb die Stimmung gegenüber dem Mannheimer Morgen als diszipliniert. Die Beschäftigten wollten dem Betriebsrat nun die Möglichkeit geben, die Abwicklung zu verhandeln.
Gegenüber dem SWR fand Dohr deutlichere Worte. Ihm und der Belegschaft gehe es „zum Kotzen“. Er führte das Scheitern auch auf die Dauer des Insolvenzverfahrens zurück. „Man kann nicht neun Monate ohne Schaden durch eine Insolvenz gehen“, sagte Dohr. Das Verfahren habe Vertrauen innerhalb und außerhalb der Brauerei zerstört.
Geschäftsführung spricht von schwärzester Stunde
Eichbaum-Geschäftsführer Uwe Aichele bezeichnete den Tag gegenüber dem SWR als „schwärzeste Stunde der Brauerei, nach 347 Jahren“.
In den vergangenen acht Monaten habe das Unternehmen alles versucht, was in seiner Macht gestanden habe. Bestimmte Rahmenbedingungen ließen eine Fortführung aber nicht zu. Weitere Hintergründe nannte Aichele nicht.
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Gewerkschaft fordert Transparenz
Die Gewerkschaft NGG kritisierte die Entwicklung der vergangenen Wochen. Stephanie Albicker von der NGG-Region Mannheim-Heidelberg forderte vollständige Transparenz darüber, warum noch vor zwei Wochen Hoffnungen geweckt worden seien und weshalb die angekündigte Finanzierung der Transfergesellschaft nun scheitere.
Nach Auffassung der Gewerkschaft trügen die Beschäftigten keine Verantwortung für die Entwicklung. Nun brauche es zügige Verhandlungen über einen Sozialplan. Ebenso müsse schnell geklärt werden, ob und wie die Transfergesellschaft noch finanziert werden könne.
Krisengespräch im Rathaus
Auf Initiative von Betriebsrat und NGG fand am Montagvormittag ein Gespräch im Mannheimer Rathaus statt.
Nach Angaben der Gewerkschaft nahmen Oberbürgermeister Christian Specht, Vertreter*innen der Stadt, der Gläubiger, der Sachwalter sowie das Universitätsklinikum als möglicher Käufer teil.
Nach den dort vorgestellten Informationen sahen Gewerkschaft und Betriebsrat kaum noch eine realistische Perspektive für den Erhalt des Brauereistandorts. Das erklärte der NGG-Landesbezirksvorsitzende Hakan Ulucay.
Rettungsszenario geplatzt
Das Universitätsklinikum Mannheim hatte zuletzt Interesse am Brauereigelände bestätigt und darüber Gespräche mit dem zuständigen Sachwalter Thomas Oberle geführt.
Nach Angaben des Mannheimer Morgens blieb bis zuletzt offen, wer den eigentlichen Brauereibetrieb übernehmen sollte. Das verfolgte Rettungsszenario kam nicht zustande. Nach Darstellung des Unternehmens fehlt nun das Geld, um den Betrieb und die Verkaufsverhandlungen fortzuführen.
Wie lange der Betrieb noch läuft und wann die Kündigungen ausgesprochen werden, war am Montag zunächst offen. Sachwalter Thomas Oberle erklärte gegenüber dem Mannheimer Morgen, der weitere Fahrplan müsse nun geklärt werden.
Insolvenz seit Herbst 2025
Eichbaum hatte im Herbst 2025 Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet. Das Amtsgericht Mannheim eröffnete das Verfahren im Januar 2026. In den folgenden Monaten wurden mehrfach mögliche Investoren genannt. Zuletzt hatte das Universitätsklinikum Interesse am Gelände der Brauerei bekundet.
Quellen: SWR, Mannheimer Morgen, Betriebsrat, NGG
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