Stadtentwicklung

Insolvenz bremst Pläne fürs Felina-Areal

Die Projektgesellschaft für das Felina-Areal befindet sich im Insolvenzeröffnungsverfahren. Wie es mit QiNO weitergeht, bleibt offen.

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Beim geplanten Stadtquartier QiNO (Quartier in der Neckarstadt-Ost) auf dem ehemaligen Felina-Areal sollten ursprünglich Ende 2024 die Bauarbeiten beginnen. Zwar zeigen sich sowohl das Unternehmen als auch die Stadt Mannheim trotz des Insolvenzeröffnungsverfahrens zuversichtlich. Wer das Projekt künftig finanziert und wann tatsächlich gebaut wird, bleibt jedoch offen.

Nach eigenen Angaben kaufte Cube Real Estate das rund 8.500 Quadratmeter große ehemalige Felina-Areal im Oktober 2021. Geplant sind mehr als 220 Wohnungen sowie Büro-, Einzelhandels- und Gastronomieflächen. Die historischen Gebäude der ehemaligen Felina-Werke sollen weitgehend erhalten und saniert werden. Geplant sind außerdem Aufstockungen, Neubauten und ein Parkdeck im Inneren des Areals. Nach Erteilung der Baugenehmigung kam das Projekt jedoch nicht sichtlich voran.

Bautätigkeit auf dem Felina-Areal ruhte schon länger

Der für Cube Real Estate tätige Pressesprecher teilt dem Neckarstadtblog nach Rücksprache mit dem Unternehmen mit, dass die Bautätigkeit auf dem ehemaligen Felina-Areal derzeit ruhe. Nach Darstellung des Unternehmens bestand der Baustopp bereits vor dem Insolvenzantrag. Die finanzielle Schieflage sei deshalb nicht Auslöser des Baustopps, sondern dessen Folge.

Nach Angaben des Pressesprechers laufen Gespräche mit mehreren potenziellen Investor*innen. Cube Real Estate möchte das Projekt auch bei einem Einstieg neuer Investor*innen weiterentwickeln. Ob es dazu kommt, hänge vom Ausgang der Gespräche ab. Zu den laufenden Gesprächen machte der Pressesprecher keine näheren Angaben.

Das Amtsgericht Köln bestellte am 19. Juni 2026 Rechtsanwalt Dr. Jens Schmidt zum vorläufigen Insolvenzverwalter der Cube Asset Mitte 2 GmbH. Die Tochtergesellschaft von Cube Real Estate fungiert als Projektgesellschaft für das Felina-Areal, das unter dem Namen QiNO entwickelt wird. Nach dem Beschluss des Gerichts darf die Cube Asset Mitte 2 GmbH seitdem nur noch mit Zustimmung des vorläufigen Insolvenzverwalters über Gegenstände ihres Vermögens verfügen. Das eigentliche Insolvenzverfahren über die Projektgesellschaft war zuletzt noch nicht eröffnet.

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Die Muttergesellschaft Cube Real Estate AG hatte Medienberichten zufolge bereits Ende Mai 2026 Insolvenzantrag gestellt. Das Amtsgericht Köln eröffnete das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung am 1. Juli 2026.

Baugenehmigung gilt weiterhin

Auch die Stadt Mannheim geht nach ihrer Auskunft an das Neckarstadtblog derzeit davon aus, dass Cube Real Estate das Projekt weiterentwickeln will. Die Verwaltung stützt sich dabei auf Angaben des Unternehmens. Der letzte Austausch zwischen Stadt und Projektseite fand nach Angaben der Verwaltung am 13. Juni 2026 statt, also noch vor der Bestellung des vorläufigen Insolvenzverwalters. Zugleich müsse zunächst eine Finanzierung gesichert werden.

Die Baugenehmigung vom 16. April 2024 ist nach Angaben der Stadt weiterhin gültig. Zwar habe man seit ihrer Erteilung Änderungen geprüft, wesentliche Änderungen oder Ergänzungen habe es bislang jedoch nicht gegeben. Weitere Bauanträge oder Genehmigungen lägen derzeit ebenfalls nicht vor.

Damit zeichnen Unternehmen und Stadt zwar das Bild einer möglichen Fortführung des Projekts. Belastbare Aussagen zu einem Zeitplan oder zur Finanzierung liegen bislang jedoch nicht vor.

Wann es auf dem Felina-Areal weitergeht, bleibt ungewiss

Ob und wann auf dem ehemaligen Felina-Areal gebaut wird, bleibt damit offen. Die Gespräche mit möglichen Investor*innen laufen nach Angaben des Unternehmens weiter. Spruchreife Ergebnisse gibt es bislang nicht.

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