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Stadtentwicklung

Ganz viel Neckarstadt im Beteiligungshaushalt

Bei der Wiedereröffnung des Kiosks war auch die  Neumarktwiese voller Menschen | Foto: Neckarstadtblog
Bei der Wiedereröffnung des Kiosks war auch die Neumarktwiese voller Menschen | Foto: Neckarstadtblog

Teil 3 unserer Reihe zum Beteiligungshaushalt.

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In der ganzen Neckarstadt gibt es größere und kleinere Projekte und Anliegen, die ihre Chance beim Beteiligungshaushalt versuchen und Eure Unterstützung brauchen.

Neckarstadt-West

Die Wiedereröffnung des Kiosks am Neumarkt am vergangenen Freitag (Bericht folgt) war beim Quartierforum zur Zukunft des Neumarkts (wir berichteten) ein wichtiger Punkt für alle Anwesenden, aber eben nur ein Punkt zur Aufwertung des Neumarkts (123 Unterstützende), den sich nicht nur Gabriel (Höfle, Quartiermanager) vom Beteiligungshaushalt erhofft.

In seinem Beitrag führt er aus:

Der Neumarkt ist der zentrale Platz in der Neckarstadt-West. Leider wird er überwiegend als Hundeauslaufwiese genutzt und steht so der Bewohnerschaft des mit am dichtest besiedelten Stadtteil nicht zur Verfügung.

Beteiligungshaushalt? Wie mache ich da mit?

Im ersten Schritt konnten Bürgerinnen und Bürger eigene Vorschläge für den Haushalt einreichen.

Alle Vorschläge, die mindestens 100 Unterstützende haben, werden vom zuständigen Fachdezernat geprüft und mit entsprechenden Stellungsnahmen für die Umsetzung versehen. Diese werden dann erst in den vorbereitenden Ausschusssitzungen für die Etatberatungen besprochen und anschließend im Gemeinderat behandelt und entschieden. Auch für das Unterstützen müssen Sie sich registrieren!

Es gibt insgesamt 350 Vorschläge, bei bislang 4661 Teilnehmern und 32078 Bewertungen.

Noch mehr Informationen finden sich in unserem Beitrag zum Ende der Vorschlagsphase.

Der neue Kinderhort vom Sterntaler e.V.  in nächster Nähe zur Neckarschule soll zum Start des neuen Schuljahres am 14. September eröffnet werden. Im Vorfeld gab es plötzlich Gegenwind aus der Stadtverwaltung, der nach einem Hilferuf im Bezirksbeirat doch noch eine positive Wende nahm (der Mannheimer Morgen schrieb: „Eine Elterninitiative engagiert sich für die Neckarstadt, gründet einen Hort – und gerät in die Mühlen der Landespolitik“).

Der Sterntaler Kinderhort in der Mittelstraße | Foto: Neckarstadtblog
Der Sterntaler Kinderhort in der Mittelstraße | Foto: Neckarstadtblog

Nun geht es um eine finanzielle Förderung des Sterntaler Horts in der Mittelstraße 43 (66 Unterstützende). Jürgen (Knödler, Bezirksbeiratssprecher Grüne) erklärt:

Um diesen Hort betreiben zu können, ist eine Mischfinanzierung notwendig, an der sich auch die Stadt Mannheim beteiligen muss. Neben Eigenmitteln, Mitteln aus Sponsoring und Elternbeiträgen braucht dieses Projekt eine stabile Finanzierung durch das Dezernat III der Stadt Mannheim, um solide betrieben werden zu können.

Neckarstadt-Ost

Urban Gardening in Neckarstadt-Ost – hier in der Max-Joseph-Straße | Foto: Neckarstadtblog
Urban Gardening in Neckarstadt-Ost – hier in der Max-Joseph-Straße | Foto: Neckarstadtblog

Urban Gardening oder Global Gardening – es ist egal, wie es genannt wird. Fest steht: die/der (Neckar-)Städter/in will Gärtnern! In der Max-Joseph-Straße ist bereits ein Anfang gemacht, unserem letzten Stand nach war die Bewässerungsfrage vor Ort jedoch noch nicht abschließend geklärt. Der Vorschlag von Nicola, das bürgerschaftliche Gärtnern in Neckarstadt-Ost und darüber hinaus im ganzen Stadtgebiet zu unterstützen (108 Unterstützende), sollte eigentlich ein Selbstläufer sein.

Sie schreibt dazu:

Die Neckarstadt-West hat es vorgemacht, der Lindenhof zieht gerade nach.
Auch Bürgern in anderen Stadtteilen sollte die Möglichkeit gegeben werden, gemeinsam zu gärtnern. Eventuell käme auch für die Neckarstadt-Ost ein Teil der angrenzenden Konversionsfläche in Betracht. Ich würde mich auch gerne ehrenamtlich hierzu engagieren.

~ ~ ~

Manche Vorschläge im Beteiligungshaushalt beruhen auf einfachen Beobachtungen und Erfahrungen aus dem Alltag. Ein Beispiel dafür liefert Fabian, dem ein dunkler Fleck in der Neckarstadt-Ost aufgefallen ist. Deshalb schlägt er eine „Beleuchtung für den Park hinter dem Ida-Scipio-Heim“ (33 Unterstützende) vor und hat auch eine gute Begründung parat:

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Der Weg durch die Grünanlage wird von vielen Menschen (auch nachts) genutzt, um etwa aus der Richtung Alter Messplatz/Lange Rötterstraße in Richtung Herzogenried zu gelangen. Die nicht vorhandene Beleuchtung macht diesen Weg nicht gerade attraktiv und sicher.

Der Spielplatz auf dem Clignetplatz ist seit neustem entkernt – Kinder und Eltern hoffen auf eine baldige Sanierung | Foto: Neckarstadtblog
Der Spielplatz auf dem Clignetplatz ist seit neustem entkernt – Kinder und Eltern hoffen auf eine baldige Sanierung | Foto: Neckarstadtblog

Einer der belebtesten Spielplätze der Neckarstadt-Ost braucht eine Frischzellenkur. Das ist sicher keinem Kind und keinem Elternteil verborgen geblieben, aber Angelika hat die Chance genutzt und macht im Beteiligungshaushalt auch den Gemeinderat darauf aufmerksam, dass der Spielplatz am Clignetplatz saniert werden muss (82 Unterstützende): 

Seit kurzem sind die Spielgeräte am Clignetplatz in der Neckarstadt-Ost eingezäunt, da hier ein Schaden festgestellt wurde. Der Spielplatz ist sehr beliebt und es wäre sehr schade, wenn die Kinder lange auf die Reparaturen warten müssten.

Aktuell wurde die zuvor abgesperrte Hauptattraktion, das große Klettergerüst in der Mitte des Platzes, sogar schon abgebaut. Es tut sich also immerhin etwas, der Beitrag kann aber dabei helfen, dass der Spielplatz wieder seine alte Attraktivität wiedererhält.

Herzogenried

Dirk schreibt in seinem Vorschlag zum Beiteiligungshaushalt:

Seit Jahren möchten unsere Kunstspringer nicht mehr Gast bei den Wettkämpfen sein, sondern selbst Gastgeber sein und badische, baden-württembergische sowie süddeutsche Meisterschaften ausrichten.

Leider scheitert dies immer wieder am Zustand der Sprunganlage, weshalb er sich für die Sanierung der Sprunganlage im Herzogenriedbad (141 Unterstützende) einsetzt.

~ ~ ~

Mayte möchte die Brunnenanlage wieder in Betrieb nehmen (39 Unterstützende), die dem Straßenzug „Am Brunnengarten“ ihren Namen gegeben hat, denn sie sei seit einigen Jahren außer Betrieb. Sie schreibt:

Das ist schade, weil hier bot sich früher im Sommer die Möglichkeit, sich zu treffen und abzukühlen.

~ ~ ~

Außerdem wünscht sich Mayte in ihrem zweiten Beitrag eine Chipkarte für Anwohner des Herzogenriedparks (17 Unterstützende). Zur Erklärung führt sie aus:

Ich wünsche mir als Anwohnerin des Herzogenriedparks die schon vor ca. 2 Jahren versprochene Chipkarte für Anwohner. Diese Chipkarte soll den Anwohnern und Anwohnerinnen den Zugang zum Herzogenriedpark auch außerhalb der Öffnungszeiten zu ermöglichen.

Wohlgelegen

Ludwig-Frank-Gymnasium | Foto: Constantin Groß (cc by-sa 3.0)
Ludwig-Frank-Gymnasium | Foto: Constantin Groß (cc by-sa 3.0)

Ralf moniert, dass die Toilettensanierung im Ludwig-Frank-Gymnasium (203 Unterstützende) viel zu lange auf sich warten lässt. Seit einigen Jahren stehe eine Sanierung eines Toilettenstrangs im Ludwig-Frank-Gymnasium an. Die Situation sei lange bekannt und bei der Stadt angemeldet. Die Situation sei so, dass Schülerinnen und Schüler diese Toiletten schon lange nicht mehr benutzten, schreibt er in seinem Beitrag zum Beteiligungshaushalt.

~ ~ ~

An dieser Stelle möchten wir ein weiteres Mal auf das Quartierbüro Wohlgelegen und seine wichtige Rolle bei der positiven Entwicklung im Quartier aufmerksam machen. Für dessen zukünftige Finanzierung (36 Unterstützende) hat sich Julia stark gemacht und braucht noch dringend Stimmen.

Etwas versteckt im Innenhof der St- Bonifatiusgemeinde liegt das Quartierbüro | Foto: Neckarstadtblog
Etwas versteckt im Innenhof der St- Bonifatiusgemeinde liegt das Quartierbüro | Foto: Neckarstadtblog
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