Pfarrer Ferdinand Schubert geht in Ruhestand

Pfarrer Ferdinand Schubert geht in Ruhestand | Foto: Kirsten de Vos
Pfarrer Ferdinand Schubert geht in Ruhestand | Foto: Kirsten de Vos

Nach 28 Jahren in der Paul-Gerhardt-Gemeinde verabschiedet sich Pfarrer Ferdinand Schubert am 7. April in den Ruhestand.

Pressemitteilung der Evangelischen Kirche Mannheim:

In den letzten 28 Jahren hat Pfarrer Ferdinand Schubert in der Paul-Gerhardt-Gemeinde in der Neckarstadt-West gewirkt. Nun verabschiedet ihn Dekan Ralph Hartmann am Sonntag, 7. April, 9.30 Uhr in der Paul-Gerhardt-Kirche am Neuen Messplatz in den Ruhestand.

Zu den Gottesdiensten von Pfarrer Schubert kommen Gläubige nicht nur aus der Gemeinde, sondern aus ganz Mannheim und auch dem Umland. Die missionarische Prägung seiner Tätigkeit hat der Paul-Gerhardt-Gemeinde ein deutliches Profil verliehen. Was dem gebürtigen Mannheimer beim Rückblick auf sein Berufsleben am wichtigsten sei, welche Meilensteine er beschrieben würde, benennt Schubert mit einem Wort: „Christus“. Bereits als Jugendlicher habe er das große Verlangen gespürt, die Grundlagen des Glaubens zu ergründen. Im Theologiestudium, so Schubert, sei diese Begeisterung durch „manchen Zweifel“ angereichert worden. Seine Vorstellung von Kirche beschrieb er Anfang der 1980er Jahre bei seiner Amtseinführung: „Ich träumte von einer Kirche, zu der Menschen aller Rassen und Nationen gehörten, viele Völker, einfache Menschen und Gebildete, nicht gegeneinander, sondern miteinander, füreinander“. Das lebte Schubert in und mit seiner Gemeinde insbesondere auch mit den Menschen, die aus ihren Heimatländern geflohen waren, in Mannheim ankamen und dort auch ein spirituelles Zuhause und Glaubensgemeinschaft suchten.

Schubert hat sein berufliches Leben in Weinheim, Mannheim und Bogota verbracht. Nach seinem Pfarrvikariat in der Weinheimer Markusgemeinde, setzte er das Pfarrvikariat ab März 1983 in der Paul-Gerhardt-Gemeinde fort, die er ab Oktober 1983 verwaltete. 1985 wurde er zu deren Pfarrer berufen. 1988 wechselte er gemeinsam mit seiner aus Kolumbien stammenden Frau auf eine Auslandspfarrstelle in Kolumbiens Hauptstadt Bogota. Den auf sechs Jahre angelegten Auslandseinsatz verkürzte er wegen der politischen Situation im Land auf drei Jahren und kehrte 1991 zurück an die Paul-Gerhardt-Gemeinde. „Wir danken Pfarrer Schubert für sein segensreiches Wirken, das die Glaubenslandschaft in Mannheim bereichert hat“, sagt Dekan Ralph Hartmann.

Die Pfarrstelle bleibt in vollem Umfang erhalten und wird zur Neubesetzung ausgeschrieben. Das ist möglich durch die Fusion der beiden Neckarstädter Gemeinden ab 1. Juli 2019 zu einer Gemeinde. Auch die 2,5 Pfarr- und die eine Diakonenstelle in der bisherigen evangelischen Gemeinde in der Neckarstadt bleiben in vollem Umfang erhalten. Gleiches gilt für die Kirchenmusik und die Kantorenstelle, die vakant wird, wenn Kirchenmusikdirektorin Christiane Brasse-Nothdurft im Sommer 2020 in Ruhestand geht. „Uns ist wichtig, dass die profilierte inhaltliche Arbeit in der Neckarstadt weitergeführt wird“, betont Dekan Hartmann.

Sonntag, 7. April, 9:30 Uhr
Paul-Gerhardt-Kirche, Paul-Gerhardt-Str. 6, Neckarstadt-West

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