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Statt WhatsApp: Probephase der städtischen Kita-App

Eltern können bald direkt per Kita-App informiert werden (Symbolbild) | Foto: rawpixel.com via Pexels
Eltern können bald direkt per Kita-App informiert werden (Symbolbild) | Foto: rawpixel.com via Pexels

In zwölf städtischen Einrichtungen – darunter zwei in der Neckarstadt – befindet sich die neue Kita-App zunächst in der Probephase.

Pressemitteilung der Stadt Mannheim: 

Der Stadtelternbeirat (STEB) hat im vergangenen Jahr dem Fachbereich Tageseinrichtungen für Kinder der Stadt Mannheim vorgeschlagen, eine digitale Plattform für die städtischen Kindertageseinrichtungen zu entwickeln. Der Fachbereich hat diese Idee aufgegriffen und eine Fachfirma zur Implementierung eines solchen Angebotes beauftragt. Ab April 2019 soll nun in zunächst zwölf städtischen Tageseinrichtungen für Kinder die „Kita Info-App“ eingerichtet werden.

Ziel ist es, den Eltern schnell und unkompliziert per Info-App wichtige Informationen aus dem Kita-Alltag zukommen zu lassen. Der Informationsfluss soll dadurch verbessert und transparenter gestaltet werden. Für die Tageseinrichtungen soll durch die Kita-App die Kommunikation mit den Eltern vereinfacht werden.

Im April werden die Fachkräfte der am Modell beteiligten Tageseinrichtungen in die Handhabung der Kita-App eingeführt, ab Mai können sich die Eltern zur Nutzung anmelden. Bei erfolgreicher Implementierung soll die Kita-App ab dem kommenden Jahr allen 53 städtischen Tageseinrichtungen zur Verfügung gestellt werden.

Teil der Digitalisierungsstrategie der Stadt

„Selbstverständlich ersetzt die App nicht das persönliche Gespräch zwischen Eltern und pädagogischen Fachkräften, das natürlich den höchsten Stellenwert hat. Jedoch hilft die App den Eltern, besser und direkter informiert zu sein, wenn sie wissen wollen, was ihr Nachwuchs beispielsweise an Aktivitäten erlebt“, erläutert Bildungsbürgermeisterin Dr. Ulrike Freundlieb.

„Gleichzeitig ist die App ein weiteres konkretes Beispiel für die Umsetzung der Digitalisierungsstrategie der Stadt, die es sich zum Ziel gemacht hat, die Leistungen der Verwaltung digital verfügbar zu machen und die Kommunikation mit den Bürgern spürbar zu verbessern“, betont die Bürgermeisterin. Und letztlich sei mit der App einem lang gehegten Wunsch der Eltern Rechnung getragen worden, kurz und zeitnah beispielsweise organisatorische Informationen zwischen KiTa und Eltern auszutauschen.

Datenschutz wird großgeschrieben

Oft etablieren sich in Elternkreisen Facebook- oder WhatsApp-Gruppen, um sich zu organisieren und sich abzustimmen. Im Vergleich zu diesen Diensten, ist die Kita-App dagegen datenschutzrechtlich geprüft, die Daten können nicht von Dritten kommerziell genutzt werden und es werden keine persönlichen Daten wie etwa Handynummern preisgegeben.

Bei der Auswahl der speziell für Kindertagesstätten entwickelten „Kita Info-App“ hat die Stadt hohe Anforderungen an den Datenschutz gestellt: So wird die App etwa über einen eigenen, getrennten Server verwaltet. Die Daten dürfen nicht weitergegeben werden und die Regelungen der neuen Datenschutzgrundverordnung sind zu beachten. Die App ist für die Eltern kostenlos und werbefrei.

„Der Stadtelternbeirat begrüßt die Einführung der Kita-Info-App in den städtischen Kindertageseinrichtungen Mannheims sehr. Die App erleichtert vor allem berufstätigen Eltern den Alltag, weil sie schnell und bequem die wichtigsten Informationen aus den Kitas abrufen können“, betont Lorenz Losmann, zweiter Vorsitzender des Stadtelternbeirates.

Die für jede Kita maßgeschneiderte App kann mit einem eigenen Logo und jeweils individuellen Funktionen ausgestattet werden. Damit können alle wichtigen Nachrichten und Termine schnell und einfach an die Smartphones der Eltern, die sich registriert haben, gesendet werden. Gleichzeitig wird durch weniger Papierausdrucke auch die Umwelt geschont.

„Die internen Abläufe in der Kita sowie die Kommunikation und täglichen Absprachen mit den Fachkräften werden vereinfacht. Zudem können so auch beide erziehungsberechtigten Elternteile eines Kindes besser in den Informationsfluss einbezogen werden und am Kita-Alltag ihres Kindes teilhaben“, hebt Sabine Gaidetzka, Leiterin des Fachbereichs Kindertagesstätten der Stadt, hervor.

Eltern haben die Wahl

Die Eltern können wählen, ob sie Infos wie etwa zu Ausflügen, benötigten Bastelutensilien, Wechselkleidung, Krankheiten, geänderten Öffnungszeiten oder Ähnlichem per digitaler Nachricht als „Push-up-Meldung“ auf dem Mobiltelefon, in Form einer E-Mail oder lieber weiterhin als Papiernotiz in ihrem Fach in der Kita erhalten möchten.

Für den Modellversuch sind pro Region zunächst drei Häuser ausgewählt worden:

  • Region 1 – Nord: Krippe Werner Nagel, Kinderhaus Kerschensteiner, Kinderhaus Friedrich Ebert
  • Region 2 – Mitte: Eltern-Kind-Zentrum Elfenstraße, Kinderhaus Herzogenried
  • Region 3 – Ost: Kinderhaus Feudenheim, Eltern-Kind-Zentrum Ida Dehmel, Kinderhaus Käfertal, Krippe Weidenstraße
  • Region 4 – Süd: Kinderhaus Sentapark, Kinderhaus Gerhart Hauptmann, Kinderhaus Seckenheim Süd.

Ende dieses Jahres soll der Modellversuch in dem zwölf Einrichtungen ausgewertet werden. Wenn sich die App bewährt hat, soll sie sukzessiv bis Herbst kommenden Jahres in allen städtischen Kindertageseinrichtungen eingeführt werden.

Weitere Infos: http://www.kita-info-app.de

Zahlen:

Die Stadt Mannheim verwendet das „Premium PLUS“-Paket des baden-württembergischen IT-Unternehmens Stay Informed. Die Pilotphase findet von April 2019 bis August 2020 in zwölf Einrichtungen mit 1.150 Kindern statt und kostet rund 10.000 Euro. Falls die Auswertung der Pilotphase positiv ausfällt, soll der Betrieb der Kita-App in allen 53 städtischen Einrichtungen mit (laut Belegungsplan) 4.490 Kindern ab September 2020 starten. Die Kosten würden sich dann auf rund 32.000 Euro pro Jahr belaufen.

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