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Nach einem Jahr erneut Beschuss mit Metallkügelchen im Bereich August-Kuhn-Straße

Am Freitag, 27. Juli 2018 schoss gegen 21:20 Uhr ein unbekannter Täter vermutlich mit einer Zwille auf eine Personengruppe auf dem Parkplatz der GBG-Halle. Erinnerungen an ähnliche Vorfälle letztes Jahr werden wach.

Wie die Polizei in ihrer Meldung mit Zeugenaufruf vom 29.07.2018 berichtet, traf ein Stahlkügelchen einen 22-Jährigen im Bereich der Schuhsohle, ein weiteres einen geparkt abgestellten Pkw im Bereich der Hintertür der Fahrerseite. Eine dritte Kugel schlug auf dem Boden ein. Aus welcher Richtung die Projektile abgeschossen wurden, konnte nicht eindeutig ermittelt werden.

Am Pkw entstand Sachschaden, Personen wurden nicht verletzt. Das Polizeirevier Neckarstadt hat unverzüglich Ermittlungen wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung aufgenommen.

Weitere Hinweise durch Zeugenaufruf

Auf den Zeugenaufruf vom 29.07.2018 meldeten sich andere Geschädigte und teilten der Polizei einen weiteren Vorfall mit, der möglicherweise damit in Zusammenhang steht. Demnach soll am Sonntag, 22.07.2018, ein Balkonfenster eines Mehrfamilienhauses in der Murgstraße beschossen und beschädigt worden sein, ein Metallkügelchen konnte im Zuge der Ermittlungen bislang nicht aufgefunden werden.

Auch das Kinderhaus war letztes Jahr durch ein Metallkügelchen beschädigt worden (Archivbild 2017) | Foto: M. Schülke
Auch das Kinderhaus war letztes Jahr durch ein Metallkügelchen beschädigt worden (Archivbild 2017) | Foto: M. Schülke

Bereits letztes Jahr hatte es in unmittelbarer Nähe ähnliche Vorfälle gegeben. Aufsehen erregte dabei der Beschuss des städtischen Kinderhauses August-Kuhn-Straße. Die Verwaltung veröffentlichte daraufhin eine Pressemitteilung, informierte die Eltern und traf in Absprache mit der Polizei Sicherheitsvorkehrungen.

Nach Beschuss mit Metallkügelchen im Jahr 2017 kein Tatverdächtiger ermittelt

Trotz intensiv geführter Ermittlungen konnte in den insgesamt drei Fällen vom August/September des Jahres 2017 kein Tatverdächtiger oder eindeutige Hinweise, die auf einen bestimmten Täterkreis (örtliche Nähe, persönliche Beziehung zu den Geschädigten o.ä.) hindeuteten, ermittelt werden, antwortet Polizeisprecher David Faulhaber jetzt auf Anfrage. Dennoch scheint der Ermittlungsgdruck etwas bewirkt zu haben: „Nach den genannten drei Fällen, wurde in 2017 nichts Gleichgelagertes mehr bekannt“, schreibt er weiter.

Dem Kurzschluss, dass es sich aktuell um denselben Täter wie letztes Jahr handele, erteilt der Polizeisprecher eine Absage: Es gäbe, außer den nebeneinanderliegenden Tatörtlichkeiten und der verwendeten Metallkügelchen (handelsübliche Kügelchen, die in großer Stückzahl verkauft würden) keine Hinweise darauf, dass es sich in allen Fällen um ein- und denselben Täter handele.

Nichtsdestotrotz wurde vor dem Hintergrund der letztjährigen Erfahrungen die Streifentätigkeit im Bereich um das Kinderhaus und die GBG-Halle intensiviert.

Behörden sehen keine konkreten Anhaltspunkte für eine akute Gefährdung des  Kinderhauses

Auch die Stadt Mannheim antwortete auf unsere Anfrage, ob nach dem aktuellen Vorfall wieder Vorsichtsmaßnahmen ergriffen werden:

Für eine akute Gefährdung des städtischen Kinderhauses August-Kuhn gibt es nach dem Stand der polizeilichen Ermittlung zur Zeit keine konkreten Anhaltspunkte. Kinderhaus und Polizei stehen dennoch in engem Kontakt. Die Polizei beobachtet die Situation sehr genau und bewertet die Lage fortwährend. Sollten sich in der aktuellen Einschätzung Änderungen ergeben, wird auch hierauf rasch reagiert.

Zeugenhinweise werden an das Polizeirevier Neckarstadt unter der Rufnummer 0621 33010 erbeten.

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