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2. Haifischfest der Initiative FairMieten am Samstag

Ein Jahr ohne Licht und kein Ende in Sicht | Foto: Neckarstadtblog
Ein Jahr ohne Licht und kein Ende in Sicht | Foto: Neckarstadtblog

Anlässlich des traurigen 1-jährigen Jubiläums (vorgestern, am 18. Juni) in der Kobellstraße 19-21 (i) und um auf die potentiellen neuen Gentrifizierungsfälle gleich um die Ecke aufmerksam zu machen, veranstaltet die Bürgerinitiative „FairMieten – Gegen Mietwucher in Neckarstadt-Ost“ am späten Samstagnachmittag zum zweiten Mal ihr sogenanntes Haifischfest.

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Unter dem Motto „Miethaie zu Fischstäbchen“ wird ab 18 Uhr im Hinterhof der Galerie für moderne Kunst in gemütlicher Atmosphäre gegrillt und über die Verdrängung aus unserem schönen Quartier diskutiert. Interessierte können sich mit Betroffenen austauschen und vor Ort die Auswirkungen der Gentrifizierung begutachten, denn die bekanntesten Fälle liegen alle in Sichtweite.

Ab 21 Uhr können alle Fußballfans außerdem das Deutschland-Spiel auf einer Leinwand anschauen. Vielleicht bekommt ja auch der eine oder andere Miethai an diesem Abend einen „Platzverweis“.

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Beim ersten Haifischfest diente die umstrittene Plane als Leinwand | Foto: FairMieten
Beim ersten Haifischfest diente die umstrittene Plane als Leinwand | Foto: FairMieten
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Das Neckarstadtblog dankt für die Unterstützung von:

2 Kommentare zu “2. Haifischfest der Initiative FairMieten am Samstag

  1. Raphael Schwaier

    In den frühen Morgenstunden des 24. Juli konnte man in der Kobellstraße einen Polizeieinsatz verfolgen, der neben einem Großaufgebot an Beamten (8 Beamte in 4 Streifenwagen) eher den Eindruck eines Privatvergnügens hatte.
    Auf dem Gerüst des verpackten Hauses waren Freiheitsmutige die dem Licht, dem Haus, den Mietern und der Neckarstadt wieder die Ehre zurückgeben wollten die es schon einmal gehabt hatte.
    Als die Polizei ankam waren bereits viel Schnitte in den Planen und eine Bahn der weißen Plane war kurz davor zu fallen.
    Nach längerer Überlegung beschlossen zwei Beamte selbst das Gerüst zu erklettern, denn das jemand oben war, schien ihnen sicher. Von diesen war aber nichts mehr zu hören. Ein weiterer Streifenwagen fährt vor. Auf der Straße wird es laut. Offensichtlich haben Polizeibeamte in einer solchen Situation nicht die Nachtruhe zu waren. Sollte sich jemand gestört gefühlt haben weil die „Entpacker“ laut gewesen sind und deshalb die Polizei gerufen haben; spätestens jetzt war der Lautstärkepegel für die nächste 30 min um wesentliches höher. Neben profilierendem Rufen vom obersten Stock des Gerüsts („Hey, ich bin der König der Welt“) und Trampeln im Gerüst gab es auf der Straße allerhand privates zu klären. Bei acht Beamten ja auch selbstredend, dass der Großteil nichts zu tun hatte. Nachdem die beiden Beamten fündig geworden waren und mit lautem und sehr barschem Ton klargestellt hatten, dass sie die Führung übernehmen, wurden die beiden „Übeltäter“, deren Hände mit Handschellen hinterm Rücken gefesselt waren, das Gerüst heruntergeführt und verschwanden nach aufwendigem Geklapper in einem Streifenwagen. Zwei weitere Beamte, haben etwa zeitgleich zum Abstieg der Gefangenen noch Beweismaterial aufstöbern können (am obersten Stock des Gerüsts), was ebenfalls lautstark an die Kollegen auf der Straße kommuniziert wurde, da das „Rohr“ nicht funktioniere, so der Beamte. Das Beweismaterial wurde allerdings in diesem Fall direkt als „Diebesgut und Werkzeug zum Einbruch“ bezeichnet.

    Alles in allem eine sehr aufregende Übertreibung dessen, was uns immer wieder vor Augen geführt wird. Der engagierte Einsatz von verzweifelten Bürgern wird mit voller Macht niedergemacht und das Ausmaß dieser Aktionen scheint mit dem Gewicht der Interessen der Politik und der Wirtschaft zu korrelieren.

    In diesem Sinne ein großes Dankeschön an die, die trotzdem an die unantastbare Ehre des Menschen glauben und ihr helfen wollen sich gegen die langen Schatten der Politik zu wehren

  2. Sehr interessant. Falls sich Beteiligte dazu äußern möchten, Kontaktmöglichkeiten finden sich im Impressum oder auf der Startseite. Ich würde mich über weitere Informationen freuen.

    http://www.neckarstadtblog.de/?p=1183

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