Spatenstich für neues Wohnangebot auf Turley

Spatenstich | Foto: Stadt Mannheim
Spatenstich | Foto: Stadt Mannheim

Mitteilung der Stadt Mannheim:

Lebenswerter Wohnraum mitten im lebendigen Stadtteil: Auf dem ehemaligen Turley-Kasernen-Areal entsteht ein sozial vielschichtiges und kulturell reichhaltiges neues Wohnquartier mit inklusivem Anspruch für Menschen mit Behinderung.

„Es geht um unsere Mannheimer Bürgerinnen und Bürger mit Einschränkungen, die derzeit an den Standorten der Johannes-Diakonie in Schwarzach und Mosbach leben, sich aber ein ihrem Bedarf entsprechendes Angebot in ihrer vertrauten Umgebung hier in Mannheim wünschen“, erklärte Dr. Ulrike Freundlieb, Bürgermeisterin für Bildung, Jugend und Gesundheit, beim symbolischen Spatenstich auf dem Turley-Kasernen-Areal.

Das Wohnangebot Fritz-Salm-Straße liegt im Grünen und zugleich zentrumsnah und verkehrsgünstig. Es richtet sich an Menschen mit schweren geistigen und körperlichen Behinderungen, die auf umfassende Unterstützung durch Mitarbeitende in vielfältigen Lebensbereichen angewiesen sind. Doch auch Menschen, die bereits ein Maß an Selbstständigkeit erlangt haben, das noch geringfügige Hilfestellungen und Assistenz erfordert, finden hier ein neues Zuhause.

Teilhabe an der Mannheimer Stadtgesellschaft

„Meilensteine setzen“ ist das Ziel der Johannes-Diakonie Mosbach, die mit dem neuen Wohnangebot aus vier Wohnungen für je sechs Personen 24 Plätze schafft. „Hier entsteht eine Mischung aus stationären und offenen Wohnangeboten, die sich als lebendiger Teil der Gemeinschaft in den Stadtteil öffnen wird. Denn es ist dieses bunte Miteinander von unterschiedlichen Menschen, die unsere Gesellschaft ausmacht“, betonte Dr. Freundlieb. „Es ist daher außerordentlich wichtig, diesen Menschen nicht nur eine Heimat zu geben, in der sie sich wohlfühlen und in der sie sich ihren individuellen Möglichkeiten entsprechend bewegen können, sondern ihnen auch Teilhabe an der Mannheimer Stadtgesellschaft zu ermöglichen. Deshalb ist dies ein besonderer Tag, auf den auch wir als Stadtverwaltung besonders stolz sind, denn hier entsteht nicht nur ein neues Wohnquartier, es entwickelt sich auch ein Angebot, das es so in Mannheim bisher nicht gab.“

Die Johannes-Diakonie Mosbach verwirklicht mit dem neuen Wohnangebot ihr Ziel, ihre bisherige Angebotsstruktur insbesondere im Bereich Wohnen und Beschäftigung für Menschen mit Behinderung tiefgreifend zu verändern. Auslöser dieser Veränderung ist u.a. die UN-Behindertenrechtskonvention, die in Deutschland im Jahr 2009 rechtsverbindlich wurde. Das Leitmotiv dieser Konvention ist die Inklusion, also die größtmögliche Teilhabe von Menschen mit Behinderung am gesellschaftlichen Leben.

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