Im Herzogenriedpark in der Neckarstadt ließ die Stadtpark-Gesellschaft Wollschweine schlachten. Das hat sie nach Recherchen des Mannheimer Morgen bestätigt. Wie viele Tiere dabei starben, ist bislang nicht bekannt. Offen ist auch, ob Ferkel oder andere Jungtiere darunter waren.
Künftig sollen im Herzogenriedpark nur noch drei Wollschweine leben. Eines davon kommt aus dem Luisenpark. Dort beendet die Stadtpark-Gesellschaft die Haltung der Wollschweine komplett. Als Grund nennt die Gesellschaft vor allem die Afrikanische Schweinepest. Mannheim liege seit August 2024 in einer Sperrzone. Deshalb könne die Gesellschaft die Schweine nur noch eingeschränkt vermitteln oder vermarkten. Ein Muttertier mit Jungen habe die Gesellschaft noch an einen Hof vermitteln können. Für weitere Tiere habe sie keine Abnehmer gefunden. Wegen des Nachwuchses habe sie den Bestand verkleinern müssen, um die Tiere artgerecht zu halten.
Fleisch ging an Beschäftigte
Das Fleisch der geschlachteten Wollschweine ging nach Angaben der Stadtpark-Gesellschaft an Beschäftigte. Die Gesellschaft habe daran nichts verdient. Wer das Fleisch erhalten konnte und ob die Beschäftigten dafür bezahlten, ist bislang offen. Auch dazu hat der Mannheimer Morgen weitere Fragen gestellt.
MM erhielt zunächst keine Auskunft
Der Mannheimer Morgen hatte die Schlachtungen nach mehreren Hinweisen recherchiert. Anfang September erhielt ein Reporter zunächst ein anonymes Schreiben. Darin standen zwei bevorstehende Schlachttermine. Zwei weitere Hinweise mit ähnlichen Angaben folgten. Die Zeitung fragte daraufhin beim zuständigen Dezernat nach. Dessen Sprecher wusste zunächst nichts von den geplanten Schlachtungen und kündigte eine Klärung an. Bei einem anschließenden Besuch im Herzogenriedpark berichtete ein Mitarbeiter von vier erwachsenen Säuen und zahlreichen Jungtieren. Von einer bevorstehenden Schlachtung wusste er laut MM nichts.
Bestätigung kam erst nach neun Tagen
Neun Tage nach ihrer ersten Anfrage erhielt die Zeitung eine Bestätigung. Der Dezernatssprecher hatte zwischenzeitlich mehrfach um Geduld gebeten. Er sei gesundheitlich angeschlagen und kündigte eine spätere Klärung an.
Werbung
Google ermöglicht jetzt bevorzugte Nachrichtenquellen. Wer das Neckarstadtblog auswählt, sieht unsere Berichte bei Google häufiger.
Am 16. September bestätigte Stadtpark-Sprecherin Alexandra Wind schließlich die Schlachtung. Nach den zuvor eingegangenen Hinweisen war dies zugleich der Tag des zweiten angekündigten Schlachttermins.
Wollschweine wurden früher schon geschlachtet
Nach Angaben der Stadtpark-Gesellschaft war die aktuelle Schlachtung nicht die erste. Überschüssige Tiere habe sie schon bisher regelmäßig an andere Einrichtungen vermittelt. Andere Tiere habe sie schlachten lassen. Wie häufig dies im Herzogenriedpark geschah und wie viele Wollschweine betroffen waren, ist bislang nicht bekannt.
Was geschah mit den Ferkeln?
Damit stellt sich auch die Frage, was in den vergangenen Jahren mit dem Nachwuchs im Herzogenriedpark geschah. Dort waren immer wieder Ferkel zu sehen. Zahlen zu den Geburten und zum späteren Verbleib der Tiere liegen bislang nicht vor.
Das Neckarstadtblog wird deshalb bei der Stadtpark-Gesellschaft nachfragen. Wir wollen unter anderem wissen, wie viele Ferkel in den vergangenen Jahren zur Welt kamen und was mit ihnen geschah. Offen ist auch die Zahl der Wollschweine, die bei den aktuellen Schlachtungen starben.
Diese Webseite verwendet Cookies, um die Funktionalität zu ermöglichen, Inhalte darzustellen sowie für Statistiken und Werbung.
Funktionale Cookies
Immer aktiv
Die technische Speicherung oder der Zugang ist unbedingt erforderlich für den rechtmäßigen Zweck, die Nutzung eines bestimmten Dienstes zu ermöglichen, der vom Teilnehmer oder Nutzer ausdrücklich gewünscht wird, oder für den alleinigen Zweck, die Übertragung einer Nachricht über ein elektronisches Kommunikationsnetz durchzuführen.
Vorlieben
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist für den rechtmäßigen Zweck der Speicherung von Präferenzen erforderlich, die nicht vom Abonnenten oder Benutzer angefordert wurden.
Statistiken
Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu statistischen Zwecken erfolgt.Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu anonymen statistischen Zwecken verwendet wird. Ohne eine Vorladung, die freiwillige Zustimmung deines Internetdienstanbieters oder zusätzliche Aufzeichnungen von Dritten können die zu diesem Zweck gespeicherten oder abgerufenen Informationen allein in der Regel nicht dazu verwendet werden, dich zu identifizieren.
Marketing
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist erforderlich, um Nutzerprofile zu erstellen, um Werbung zu versenden oder um den Nutzer auf einer Website oder über mehrere Websites hinweg zu ähnlichen Marketingzwecken zu verfolgen.
Das Neckarstadtblog finanziert sich überwiegend durch freiwillige Daueraufträge. Schon 1 Euro im Monat hilft, 3 oder 5 Euro helfen mehr.
Empfänger
Manuel Schülke
IBAN
DE84 1001 1001 2620 4945 27
BIC
NTSBDEB1XXX
Zweck
Neckarstadtblog finanzieren
Empfänger: Manuel Schülke
IBAN: DE84 1001 1001 2620 4945 27
BIC: NTSBDEB1XXX
Verwendungszweck
Neckarstadtblog finanzieren
Andere Zahlungswege, etwa PayPal, stehen auf unserer Finanzierungsseite.
Der Girocode kann direkt mit vielen Banking-Apps gescannt werden.
Danke fürs Mitfinanzieren ♥
Die finanzielle Lage ist angespannt.
Ohne zusätzliche Mittel drohen Einschränkungen.
Was wir leisten können, hängt von euch ab.
Ab 1 Euro pro Monat finanziert ihr unabhängigen Lokaljournalismus in der Neckarstadt. Mit 3 oder 5 Euro können wir unsere Arbeit ausbauen und zusätzliche Mitarbeit ermöglichen.
In den Mannheimer Stadtparks ließ die Stadtpark-Gesellschaft Wollschweine schlachten. Im Herzogenriedpark sollen nur noch drei Tiere leben.
Im Herzogenriedpark in der Neckarstadt ließ die Stadtpark-Gesellschaft Wollschweine schlachten. Das hat sie nach Recherchen des Mannheimer Morgen bestätigt. Wie viele Tiere dabei starben, ist bislang nicht bekannt. Offen ist auch, ob Ferkel oder andere Jungtiere darunter waren.
Künftig sollen im Herzogenriedpark nur noch drei Wollschweine leben. Eines davon kommt aus dem Luisenpark. Dort beendet die Stadtpark-Gesellschaft die Haltung der Wollschweine komplett. Als Grund nennt die Gesellschaft vor allem die Afrikanische Schweinepest. Mannheim liege seit August 2024 in einer Sperrzone. Deshalb könne die Gesellschaft die Schweine nur noch eingeschränkt vermitteln oder vermarkten. Ein Muttertier mit Jungen habe die Gesellschaft noch an einen Hof vermitteln können. Für weitere Tiere habe sie keine Abnehmer gefunden. Wegen des Nachwuchses habe sie den Bestand verkleinern müssen, um die Tiere artgerecht zu halten.
Fleisch ging an Beschäftigte
Das Fleisch der geschlachteten Wollschweine ging nach Angaben der Stadtpark-Gesellschaft an Beschäftigte. Die Gesellschaft habe daran nichts verdient. Wer das Fleisch erhalten konnte und ob die Beschäftigten dafür bezahlten, ist bislang offen. Auch dazu hat der Mannheimer Morgen weitere Fragen gestellt.
MM erhielt zunächst keine Auskunft
Der Mannheimer Morgen hatte die Schlachtungen nach mehreren Hinweisen recherchiert. Anfang September erhielt ein Reporter zunächst ein anonymes Schreiben. Darin standen zwei bevorstehende Schlachttermine. Zwei weitere Hinweise mit ähnlichen Angaben folgten. Die Zeitung fragte daraufhin beim zuständigen Dezernat nach. Dessen Sprecher wusste zunächst nichts von den geplanten Schlachtungen und kündigte eine Klärung an. Bei einem anschließenden Besuch im Herzogenriedpark berichtete ein Mitarbeiter von vier erwachsenen Säuen und zahlreichen Jungtieren. Von einer bevorstehenden Schlachtung wusste er laut MM nichts.
Bestätigung kam erst nach neun Tagen
Neun Tage nach ihrer ersten Anfrage erhielt die Zeitung eine Bestätigung. Der Dezernatssprecher hatte zwischenzeitlich mehrfach um Geduld gebeten. Er sei gesundheitlich angeschlagen und kündigte eine spätere Klärung an.
Neckarstadtblog bei Google bevorzugen
Am 16. September bestätigte Stadtpark-Sprecherin Alexandra Wind schließlich die Schlachtung. Nach den zuvor eingegangenen Hinweisen war dies zugleich der Tag des zweiten angekündigten Schlachttermins.
Wollschweine wurden früher schon geschlachtet
Nach Angaben der Stadtpark-Gesellschaft war die aktuelle Schlachtung nicht die erste. Überschüssige Tiere habe sie schon bisher regelmäßig an andere Einrichtungen vermittelt. Andere Tiere habe sie schlachten lassen. Wie häufig dies im Herzogenriedpark geschah und wie viele Wollschweine betroffen waren, ist bislang nicht bekannt.
Was geschah mit den Ferkeln?
Damit stellt sich auch die Frage, was in den vergangenen Jahren mit dem Nachwuchs im Herzogenriedpark geschah. Dort waren immer wieder Ferkel zu sehen. Zahlen zu den Geburten und zum späteren Verbleib der Tiere liegen bislang nicht vor.
Das Neckarstadtblog wird deshalb bei der Stadtpark-Gesellschaft nachfragen. Wir wollen unter anderem wissen, wie viele Ferkel in den vergangenen Jahren zur Welt kamen und was mit ihnen geschah. Offen ist auch die Zahl der Wollschweine, die bei den aktuellen Schlachtungen starben.
Quelle: Mannheimer Morgen
Das Neckarstadtblog dankt für die Unterstützung von:
Auch interessant…