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Ausbruchsgeschehen in Kindertagesstätten und Schulen erhöht sich

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Auch Schulkindern wird das Tragen einer Maske empfohlen | Foto: Pedro Wroclaw (via Pixabay)

Stadt Mannheim empfiehlt Grundschüler*innen zunächst das Tragen von Masken und fordert vom Kultusministerium Wechselunterricht bis Ostern.

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Bei dem im Verlauf der letzte 20 Tage ansteigenden Infektionsgeschehen ist keine Trendwende erkennbar, obwohl die Clusteranalyse und Nachverfolgung mit erheblichem Aufwand seitens der Gesundheitsamts betrieben und dadurch einzelne Cluster erfolgreich eingedämmt werden konnten.

Infektionsgeschehen verlagert sich auf jüngere Menschen

Aus den lokalen Analysen wie aus Beobachtungen im Abgleich mit anderen Stadt- und Landkreisen ergeben sich folgende Feststellungen und Einschätzungen:

  • Das Alter der Infizierten sinkt
  • Ausbruchsgeschehen in Kindertagesstätten und Schulen erhöht sich und trifft neben den Lehrkräften und Erzieher*innen in höherem Maße als zuvor Kinder
  • Unterschiedliche Wohnsituationen schlagen sich in stärkerem Maße im Infektionsgeschehen nieder als zuvor
  • der Aufbau von Clustern beschleunigt sich durch die höhere Infektiosität der Mutationen, die im Wesentlichen das Geschehen treiben.
  • Die aufgrund der Mutationen und Öffnungen notwendige höhere Achtsamkeit ist nicht feststellbar, im Gegenteil: Öffnungen und Öffnungsdiskussionen führen zu einer geringeren Einhaltung der Regeln; das Infektionsgeschehen wird u.U. weniger durch die konkreten Begegnungen im Rahmen wieder zugelassener Angebote, sondern durch allgemeine Verhaltensänderung beeinflusst.

Anstrengungen der letzte drei Monate drohen, verspielt zu werden

„Die Dynamik des Infektionsgeschehens muss verlangsamt werden, um nicht innerhalb kurzer Zeit die Erfolge des einschränkenden Lockdowns der letzten drei Monate wieder zu verspielen. Auswirkungen der steigenden Infektionszahlen zeigen sich auch bei den wieder ansteigenden Zahlen der stationär behandlungsbedürftigen Patienten. Gleichzeitig bringt eine Verlangsamung des Infektionsgeschehens einen erforderlichen Zeitgewinn zur Steigerung der Impfrate“, erklärt der Leiter des Mannheimer Gesundheitsamts Dr. Peter Schäfer.

Stadt empfiehlt Maskentragen auch für Grundschüler*innen und bereitet Maskenpflicht vor

Vor diesem Hintergrund empfiehlt die Stadt Mannheim angesichts der weiteren Öffnung der Grundschule ab Montag das Maskentragen auch für Schüler*innen an Grundschulen, insbesondere auf den Begegnungsflächen wie Schulhof, Fluren, Toiletten und bei den außerunterrichtlichen Betreuungsangeboten wie Ganztagsbetreuung oder verlässliche Grundschule etc.. Zu gleich wird auf Basis der Erfahrungen mit bestehenden Empfehlungen eine Allgemeinverfügung vorbereitet, eine solche Maskenpflicht für Grundschulen ab Dienstag verpflichtend einzuführen.

Masken sind sinnvoll und auch bei Kindern unschädlich

Wie die Erfahrung zeigt, tragen Masken wesentlich dazu bei, Ansteckungen zu reduzieren. Die Stadt Mannheim sieht für Schüler*innen in Grundschulen eine nicht-medizinische Alltagsmaske oder eine vergleichbare Mund-Nasen-Bedeckung als ausreichend. Diese Mund-Nasen-Bedeckungen sind den meisten Kindern schon seit längerer Zeit bekannt und vertraut. Das Tragen von korrekt sitzendem Mund-Nasen-Schutz ist bei gesunden Kindern gesundheitlich unbedenklich. Auch der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte erachtet das Tragen der Masken zur Reduzierung des Infektionsrisikos bei Kindern ab 6 Jahren als sinnvoll (Weitere Informationen: www.kinderaerzte-im-netz.de / www.dgkj.de / www.umweltbundesamt.de).

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Die Maske sollte der Gesichtsgröße des Kindes angepasst sein und Nase, Mund und Kinn des Kindes bedecken. Auch sollten die Kinder die Möglichkeit haben, die Masken bei Bedarf abzunehmen bzw. „Maskenpausen“ einzulegen.

Im Einzelfall nur nach Rücksprache mit dem Kinderarzt

Kinder mit chronischen Krankheiten wie Mukoviszidose, mit Krebs oder mit einem geschwächten Immunsystem sollten eine medizinische Maske nur in Absprache mit ihrem Kinder- und Jugendarzt tragen. Das Tragen der Maske vermindert nicht nur die Ausbreitung von virushaltigen Tröpfchen, sondern schützt auch in gewissem Rahmen die Träger selbst. Kinder mit schweren Atemproblemen, Kinder, die die Maske nicht selbst entfernen können oder Kinder mit körperlicher oder geistiger Beeinträchtigung, mit intellektueller Reifungsverzögerung oder Verhaltensauffälligkeiten sollten – wenn überhaupt – die Maske nur nach Rücksprache mit dem/der Kinder- und Jugendarzt/-ärztin tragen.

So versucht die Stadt noch, der Lage Herr zu werden

Die Stadt Mannheim fordert die Landesregierung darüber hinaus auf, bis Ostern von einem Unterricht in voller Präsenz abzusehen und Wechselunterricht anzubieten.

Die Stadt Mannheim hat darüber hinaus mit dezentralen Testungen begonnen, um Clusterbildungen früher erkennen zu können.

Quelle: Pressemitteilung der Stadt Mannheim

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