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Verdeckte Ermittlungen führen ins städtische Bauamt

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Staatsanwaltschaft Mannheim (Symbolbild) | Foto: Alexander Kästel

Eine Sachbearbeiterin im Bauamt der Stadt Mannheim soll bestochen worden sein und in 19 Fällen unrechtmäßig u.a. eine Baugenehmigung erteilt haben.

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Nach monatelangen verdeckten Ermittlungen wurden heute eine Frau wegen des Verdachts des Handeltreibens mit Betäubungsmitteln sowie zwei Männer und eine Frau, wegen des Verdachts der Bestechung bzw. der Bestechlichkeit festgenommen.

An den Ermittlungen war auch die BAO West/“Aktion Sichere Neckarstadt“, die Abteilung für Betäubungsmitteldelikte und Organisierte Kriminalität der Staatsanwaltschaft Mannheim das Dezernat für Organisierte Kriminalität der Kriminalpolizeidirektion Heidelberg beteiligt.

Verdacht der Bestechlichkeit

Den beiden 28 und 41 Jahre alten Männern wird zur Last gelegt, auf die 48 Jahre alte Tatverdächtige, eine Sachbearbeiterin im Bauamt der Stadt Mannheim, ab Mitte März 2019 mittels Gewährung von finanziellen und weiteren materiellen Zuwendungen im Wert von mehreren tausend Euro bzw. der Inaussichtstellung finanzieller Vorteile wie kostenlose Reisen, Schenkung eines hochwertigen Motorrads etc. eingewirkt zu haben. Die Tatverdächtige soll deshalb den beiden Tatverdächtigen für Bauvorhaben in Mannheim in 19 Fällen unrechtmäßig u.a. eine Baugenehmigung erteilt sowie für die Planung von weiteren Projekten nicht öffentlich zugängliche Informationen aus dem Bauamt und dem Bereich der Stadt Mannheim mitgeteilt haben.

Weitere Tatverdächtige soll mit Betäubungsmitteln gehandelt haben

Zudem ergab sich im Verlaufe der Ermittlungen ein Tatverdacht gegen eine 40 Jahre alte Frau, welche heute ebenfalls festgenommen wurde. Ihr wird Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in vier Fällen im Zeitraum März bis November 2020 im Stadtgebiet von Mannheim zur Last gelegt.

Insgesamt wurden 44 Objekte durchsucht. Am Einsatz waren rund 250 Beamte beteiligt, darunter auch Kräfte des Polizeipräsidiums Einsatz und des Landeskriminalamtes Baden-Württemberg. Es wurde umfangreiches Beweismaterial sichergestellt, welches der weiteren Auswertung bedarf.

Ob die Sichtung einiger Mannschaftswagen der Polizei in der Riedfeldstraße auf Höhe der Lupinenstraße am heutigen Nachmittag damit in Zusammenhang stehen, ist noch unbestätigt.

Die zwei männlichen Tatverdächtigen wurden heute dem Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Mannheim vorgeführt, welcher die bereits im Vorfeld erlassenen Haftbefehle wegen Flucht- und Verdunkelungsgefahr in Vollzug setzte. Die Tatverdächtigen wurden in unterschiedliche Justizvollzugsanstalten eingeliefert. Die beiden weiteren Tatverdächtigen, gegen die ebenfalls bereits Haftbefehle erlassen wurden, sollen morgen vorgeführt werden.

Die weiteren Ermittlungen dauern an.

Größtes Interesse an einer lückenlosen Aufklärung

Die Stadt Mannheim möchte sich auf Anfrage „zu einem laufenden Verfahren nicht äußern“, teilt jedoch mit: „Die Stadt Mannheim hat größtes Interesse an einer lückenlosen Aufklärung und wird alles tun, um die Ermittlungen zu unterstützen.“

Quelle: Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Mannheim und des Polizeipräsidiums Mannheim, eigene Recherchen

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