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OASE-Projekt lädt zum Mitmachen ein

Jeden ersten Montag im Monat soll diskutiert, geplant, verhandelt werden. Zum ersten Mal am 6. September um 17 Uhr an der „Arena“ auf dem ALTER-Gelände.

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Ein Gastbeitrag von POW e.V.

Im August startete auf der Fläche des ehemaligen Biergartens am Alten Messplatz unter dem Namen OASE das neue sozio-kulturelle Projekt des ALTER-Teams. Der gemeinnützige Verein POW e.V. betreibt seit 2018 die Fläche ALTER. Mit der OASE soll auf dem Gelände des Alten Bahnhofs am Brückenkopf dauerhaft ein Ort geschaffen werden, der niedrigschwellige Kultur-, Bildungs- und Freizeitangebote für alle Bewohner*innen des Quartiers macht. Er soll offen sein für alle.

Durch einen bis Ende 2023 laufenden Beteiligungsprozess möchte der Verein mit dem gesamten Quartier ermitteln, was dort nützlich und nachhaltig ist. Sie wollen den Fragen nachgehen, wie dieser Ort in Zukunft aussehen wird, was die Bewohner*innen des Quartiers sich wünschen, welche Formate sinnvoll sind und welche Programminhalte vielleicht nicht so sehr angenommen werden.

Dass das Quartier einen niedrigschwelligen und offenen Begegnungsort dringend braucht, zeigte die Erfahrung der letzten Jahre durch das Projekt ALTER. Der Verein begreift das Projekt OASE als Chance, eine zentrale und belebte Fläche in der Neckarstadt gemeinschaftlich mit den Anwohner*innen zu gestalten.

Verteilung des öffentlichen Raums: Auf ALTER folgt OASE

ALTER muss umziehen

Die Gründe, das Projekt OASE nun zu initiieren, sind vielfältig: Aufgrund des voraussichtlich im Winter 2023 beginnenden Baus des Institutes der deutschen Sprache auf dem jetzigen Parkplatz neben ALTER und vor allem der Herrichtung der südlichen Platzhälfte (jetzige ALTER-Fläche) ist der Verein ohnehin dazu angehalten die bestehenden Strukturen auf der Fläche neu zu überdenken und umzuziehen. In der betreffenden Gemeinderatsvorlage heißt es, dass ALTER und Einraumhaus auf der Fläche am Brückenkopf unterkommen sollen. Das sieht POW e.V. als Chance, um einen gemeinschaftlichen Entwicklungsprozess anzustoßen und die Bedarfe, Ideen und Vorstellungen der Anwohner*innen zu ermitteln. Hierzu wird es verschiedene Beteiligungsformate geben.

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Auf einer Luftbildaufnahme zeigt die OASE ihre zukünftige Position an | Bild: POW e.V.

Startschuss ist der Bau einer „Arena“ im August: Diese soll als zentraler Treffpunkt und Diskussionsort dienen, eignet sich aber auch zum Sport, als Tanz- oder Boxring. Der Bau erfolgt durch einen geleiteten Bauworkshop für Jugendliche, zu dessen Teilnahme jede*r herzlich eingeladen ist. Ebenfalls für dieses Jahr geplant, ist das Errichten einer „Meinungswand“, auf der die Bewohner*innen ihre Wünsche und Visionen für diesen Ort anbringen können. Im Projektverlauf wird es neben diesen und anderen ersten Aktivierungsformaten auch weitere Möglichkeiten geben, sich konkret in den Prozess mit einzubringen.

Monatliche Treffen zur Mitgestaltung

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Mit der OASE rückt das nächste Projekt des POW e.V. näher an die Kurpfalzbrücke | Bild: POW e.V.

An jedem ersten Montag im Monat wird es ein regelmäßig stattfindendes Treffen geben. Hier soll gemeinsam diskutiert, Pläne geschmiedet, verhandelt und gestritten werden. Jede Stimme wird gehört und jede Meinung trägt zum Prozess bei. Das erste Treffen findet am 6. September um 17 Uhr an der „Arena“ auf dem ALTER-Gelände statt (Facebook-Event).

Wer montags keine Zeit hat, kann das ALTER-Team am Verleih oder am Kiosk ansprechen oder eine E-Mail an hallo@oase-mannheim.de schreiben. Darüber hinaus wird es noch weitere Formate geben, über die auf Facebook und Instagram informiert wird.

Gleichzeitig möchte der Verein auch seinen Blick weiten und schauen, was es in anderen Städten an gemeinwohl-orientierten Stadtbausteinen und Projekten gibt und hierzu Gäste einladen und Erfahrungsberichte hören.

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Bedeutet kulturelle Aufwertung nicht auch Gentrifizierung?

Ein Aspekt des Projektes OASE, wie auch schon bei ALTER, den es kritisch zu hinterfragen gilt, ist deren und die eigene Rolle beim Gentrifizierungsprozess der Neckarstadt. Gentrifizierung beginnt in der Regel dort, wo ein städtisches Viertel kulturell aufgewertet wird. Zu einer solchen Aufwertung zählen auch Veranstaltungen, Konzerte und Workshops, wie sie bisher z.B. im Rahmen vom Einraumhaus, ALTER oder auch von anderen Akteur*innen bereits seit Jahren organisiert werden. Im Rahmen von OASE wird es auch kulturelle und künstlerische Formate geben, der Schwerpunkt soll auf Austausch- und Bildungsformaten liegen.

Der Verein sieht den Gentrifizierungsprozess als Folge einer kulturellen Aufwertung des Stadtteils und glaubt daran, dass es sinnvoll ist, Stadtentwicklungsprozesse aktiv mitzugestalten, anstatt sie alleine profitierentierten Machern (Anm. d. Red.: Nach unseren Recherchen, handelt sich sich im Fall der Neckarstadt tatsächlich nur um Männer) zu überlassen. Gemeinsam mit den Bewohner*innen der Neckarstadt möchte POW e.V. diesen Prozess an diesem Ort selbst steuern, denn nur gemeinsam könne man ermitteln, was an diesem Ort in ihrem Quartier wirklich gebraucht werde.

POW e.V. freut sich über Fragen, Anregungen und vor allem darüber, dass dieser Prozess als Chance wahrgenommen wird, die bisherigen temporären Nutzungen und Aktivitäten von ALTER und Einraumhaus auf der Fläche des ehemaligen Biergartens dauerhaft zu platzieren und mit weiteren sinnvollen Nutzungen und Aktivitäten zu ergänzen.

Wer steht hinter dem Projekt?

Projektträger ist der Verein POW e.V. Das sind Julia Aliçka, Philipp Kohl, Wulf Kramer, Robin Lang und Philipp Morlock. Das Projekt wird gemeinsam mit den Projektpartnern Einraumhaus e.V., dem Quartiermanagement Neckarstadt-West, der MWSP, dem Fachbereich für Wirtschafts- und Strukturförderung der Stadt Mannheim und S-Hub Mannheim umgesetzt.

Das Projekt wird im Rahmen der „Nationalen Stadtentwicklungspolitik“ vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) / Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) gefördert. (Quelle: oase-mannheim.de)

Das Video zur OASE

Video-Link: vimeo.com/521483170

Projekt-Webseite: oase-mannheim.de
Kontakt: hallo@oase-mannheim.de


Der Artikel wurde von POW e.V. als Gastbeitrag eingereicht und redaktionell überarbeitet.

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