Ist das Müll oder kann das weg?

Die erste Bezirksbeiratssitzung nach der Sommerpause | Foto: Ruth Fanderl
Die erste Bezirksbeiratssitzung nach der Sommerpause | Foto: Ruth Fanderl

Kurzbericht von der Bezirksbeiratssitzung am 21. September in der Neckarstadt-West. Hauptthema war erneut die Vermüllung des Quartiers.

Müll auf den Straßen, überquellende Abfallbehälter, Sperrmüllberge, verdreckte Spielplätze: Alltag in der Neckarstadt-West. Wegen steigender und andauernder Unzufriedenheit mancher Bürger, denen die Sauberkeit ihres schönen Stadtteils am Herzen liegt, standen die Punkte Abfall und Sauberkeit ganz oben auf der Agenda der letzten Bezirksbeiratssitzung.

Am Mittwochabend fanden sich die Bezirksbeiräte  und einige Bürger/innen im Bürgerhaus in der Lutherstraße ein, um unter der Leitung von Raymond Fojkar (Grüne) den Tagesordnungspunkt Stadtreinigung und Entsorgung in Anwesenheit des  Abteilungsleiters der Stadtreinigung der Abfallwirtschaft Mannheim Werner Knon zu debattieren. Herr Knon erläuterte die Maßnahmen, mit denen versucht wird, die Neckarstadt-West sauber zu halten: Neue zahlreiche Mülleimer wurden angebracht, der Sperrmüll wird auf Abruf abgeholt und das Pilotprojekt Straßenreinigung in manchen Straßenabschnitten war erfolgreich. Der „Mängelmelder“ wird von den Bürgern eifrig genutzt und die Stadtreinigung versucht, die gemeldete Verunreinigung schnellstmöglich zu beseitigen. Weitere Projekte und Handlungen, wie die Übernahme der Gehwegreinigung durch die Stadt, werden angestrebt. Knon stritt die Verschmutzungsprobleme in der Neckarstadt-West keinesfalls ab, die Stadt könne aber nicht mehr Ressourcen aufbringen, um den Stadtteil zu reinigen.

Also weiterhin unzufriedene Bürger oder Eigeninitiative? Und ist nicht in erster Linie ein Appell an den Bürger erforderlich, der seinen Müll einfach so auf der Straße fallen lässt und der es in Ordnung findet, die verdauten Überreste vom Frühstück seines Hundes auf dem Gehweg liegenzulassen?

Dem Dauerbrennerthema Abfall folgte die Vorstellung des Projekts „Barrierefreier Zugang zum Neckarvorland“ durch Volker Jurkat von den Ingenieurbauwerken der Stadt: Voraussichtlich Ende des Jahres soll mit dem Bau der Rampe zwischen Dammstraße und Neckarufer begonnen werden. Am südlichen Ende der Alphornstraße wird die Treppe, die zum Neckar führt, ersetzt. Sitzgelegenheiten und Begrünung werden ergänzt oder erneuert.

Menschen mit Kinderwägen, Rollstühlen oder Fahrrädern können sich freuen. Zumindest solange die Rampe nicht als Müllhalde genutzt wird.

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