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Mieterverein widerspricht Löbel: Seine Mieten sind nicht angemessen!

Nikolas Löbel behauptet aktuell, der Mieterverein bewerte seine Mieten als angemessen. „Unwahr“, entgegnet dieser und deckt einen weiteren Skandal auf.

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„Wir distanzieren uns klar und deutlich von den Aussagen des Bundestagsabgeordneten Löbel und dessen Behauptungen hinsichtlich unserer Position zu seiner Vermietungspraxis“, teilte Gabriel Höfle, Vorsitzender Mieterverein Mannheim, der Presse mit. Der Mieterverein Mannheim widerspricht der Behauptung von Herrn Löbel, die dieser in einem Facebook-Video getätigt hat.

Was Nikolas Löbel in seinem Video behauptet, stimmt nicht, sagt der Mieterverein | Screenshot: Facebook
Was Nikolas Löbel in seinem Video behauptet, stimmt nicht, sagt der Mieterverein | Screenshot: Facebook

Löbel äußert sich wahrheitswidrig

Das meinte der Mieterverein wirklich zu Löbels Mietpreisen | Screenshot: morgenweb.de
Das meinte der Mieterverein wirklich zu Löbels Mietpreisen | Screenshot: morgenweb.de

Anlass für dieses Video waren die jüngsten Enthüllungen des Mannheimer Morgens und Neckarstadtblogs anlässlich seiner Vermietertätigkeit. „Herrn Löbels Behauptung, dass der Mieterverein die von ihm für seine Wohnungen verlangten Miete als für angemessen bewertet hätte, ist schlichtweg falsch!“ so Höfle weiter. Dass diese Aussage wahrheitswidrig sei und komplett der Stellungnahme widerspräche, die der Mieterverein gegenüber der Lokalzeitung abgegeben habe, spiegele Herrn Löbels Verhalten in dem ganzen Skandal wider. Der Mieterverein habe sich klar und deutlich artikuliert, dass er die verlangte Miete von 14 Euro / qm für überhöht halte.

Airbnb ist kein Wohnraum

Die Vermietung von Wohnungen an Unternehmen, die diese dann bei Airbnb anbieten, erachte der Mieterverein für unredlich, da so dem Wohnungsmarkt wichtiger Wohnraum entzogen werde, für den sich Herr Löbel in seinem letzten Wahlkampf noch einsetzen wollte. Immerhin ganze vier von insgesamt zehn Wohnungen wurden an ein Airbnb-Unternehmen vergeben.

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Methoden, die der Mieterverein selten so erlebt hat

Die Methoden, mit denen Herr Löbel versuche, die maximale Rendite aus dem Objekt zu erwirtschaften, zeige auch seine Sichtweise auf Wohnungsmarkt, meint der Mieterverein, und weiter: „Dass er hierbei jedoch derartig verfährt wie in seinem jetzigen Mietshaus, ist ein Verfahren, welches wir als Mieterverein in Mannheim selten so erlebt haben.“

Löbel-Mieter sollte GBG-Mietvertrag bekommen

Die Unterbringung von Mietern bei der kommunalen Wohnungsbaugesellschaft zum Zwecke der Modernisierung dürfte in Mannheim, wenn nicht sogar in Baden-Württemberg, ein bisher nie da gewesener Vorgang sein, erklärt der Mieterverein. Dass dies angeblich nur zum Zwecke der temporären Unterbringung für den Zeitraum der Baumaßnahmen erfolgte, sei für sich genommen schon ein Vorgang, der die Kommunalpolitik erschüttere.  Dass diese Wohnung dann auch noch dem eigenen Mieter zur Dauermiete angeboten werde, um die eigene Vermietungspraxis zu optimieren, sei ein handfester Skandal, den es auch auf Seiten der GBG öffentlich transparent aufzuklären gelte. Hierbei spiele es fast schon keine Rolle mehr, das Herr Löbel Aufsichtsratsmitglied der GBG war und der ihn nun vertretende Rechtsanwalt, Parteifreund und Fraktionsvorsitzender Claudius Kranz aktuell noch sei.

Schlösser ausgetauscht und Wohnung einfach neu vermietet

Das wirklich unfassbare sei aber, dass dies Ganze noch durch eine mietrechtliche Auseinandersetzung begleitet werde, in welcher dem Mieter rechtswidrig der Zugang zu seiner Wohnung verweigert werde. „Dass bei bereits vermieteten Wohnungen die Schlösser ausgetauscht werden, diese dann auch noch an neue Mieter ohne Zustimmung der anderweitig untergebrachten Mietparteien vermietet wird, ist ein Vorgang, den wir bisher nur von sehr dubiosen Vermietern erleben mussten“, betont Höfle. Aus Sicht des Mietervereins spiele es hierbei keine Rolle, ob der Streitgegenstand (Wohnung und der damit verbundene Mietvertrag) nun rechtens von Seiten Löbels gekündigt wurde. Solange der Rechtsstreit bestünde und die Frage der Wirksamkeit der Kündigung noch ungeklärt sei, müsse Herrn Löbel die bereits erfolgte Weitervermietung zumindest moralisch zu Lasten gelegt werden. „Der Mieterverein Mannheim verurteilt dieses Vorgehen zutiefst!“

Quelle: Pressemitteilung des Mietervereins Mannheim

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1 Kommentar zu “Mieterverein widerspricht Löbel: Seine Mieten sind nicht angemessen!

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